Vormann: „Nicht alles auf Ehrenamt abladen“

SPD: Neue Ideen zur Altenaer Feuerwache

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Im Nachgang zur vergangenen Ratssitzung trafen sich die SPD-Mitglieder um über die Pläne zur Feuerwache zu debattieren

Altena - „Nur weil die Verwaltung Geld einsparen will, wird die SPD nicht zustimmen, die hauptamtliche Feuerwache abzuschaffen.“ Das sagt Lutz Vormann, Fraktionschef der Sozialdemokraten. Die trafen sich jetzt im Nachgang zur vergangenen Ratssitzung mit der Altenaer Wehrleitung.

Gemeinsam mit Alexander Grass (Stadtbrandinspektor) und Stefan Brockhaus (Vize) ist ein von der Feuerwehr entwickelter Schichtplan mit Bezug auf das komplizierte und komplexe Thema diskutiert und von vielen Seiten beleuchtet worden, um einen möglichen sowie umsetzbaren Lösungsansatz aufzeigen zu können, sagt Vormann. 

Vormann: SPD wurde nicht informiert

Ausdrücklich wies er in diesem Zusammenhang die von Ratsmitglied Ulrich Biroth vorgebrachte Kritik, alle großen Parteien seien über die Verwaltungspläne und die Gutachter-Untersuchung im Vorfeld der Ratssitzung bereits informiert gewesen, zurück. „Das trifft für uns nicht zu. Wir waren so jungfräulich wie Ulrich Biroth selbst.“ 

Eindeutig stelle sich die SPD hinter die ehrenamtlichen und hauptamtlichen Wehrleute, so Vormann. Es könne nicht angehen, dass die Hauptlast der Sicherheitsgewährleistung von 17 Uhr bis 7 Uhr einzig und allein auf den Schultern der ehrenamtlich tätigen Feuerwehrleute abgelegt werden soll. 

Neues Modell der SPD

Die gemeinsam erarbeitete Idee lautet deshalb dazu: Einführung einer Tageswache von montags bis freitags mit sechs Funktionsstellen sowie zwei hauptamtlichen Mitarbeitern in der Woche zwischen 17 Uhr und 7 Uhr. 

Die SPD wisse, dass sowohl der Großteil der Hauptamtlichen als auch die Ehrenamtlichen in der Regel ausgebildete Rettungs- beziehungsweise Notfallassistenten seien. Das passe gut. Nur, wenn es beispielsweise drei, vier Fehlalarme gäbe, könne das kein Mensch in der Zeit von 17 bis 7 Uhr von einem Ehrenamtler erwarten, das abzuarbeiten. 

SPD hält Modell für finanzier- und durchsetzbar

„Wir werden uns als SPD jetzt alle Feuerwehr-Gerätehäuser in allen Stadtteilen und die Hauptwache noch einmal ansehen.“ Dann runde sich das Bild der Sozialdemokraten vollends ab. 

Das Modell, die Wache zwar als Tageswache montags bis freitags mit sechs Funktionsstellen zu führen, aber 24 Stunden dauerhaft mit zwei hauptamtlichen Mitarbeitern in der Woche (17 bis 7 Uhr) zu besetzen, halte die SPD für finanzier- und durchsetzbar. „Das müsste auch im Brandschutzbedarfsplan und der anstehenden Fortschreibung durchgehen“, hofft Fraktionschef Lutz Vormann.

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