Sparkassen-Reklame Anlass für Proteste der Nachbarn

ALTENA ▪ Als „Belästigung“ empfindet Monika Hojda die Leuchtreklame des neuen Sparkassengebäudes am Markaner – und damit steht sie nicht alleine: Sowohl im Behördenviertel als auch am Iserlohner Berg kursieren inzwischen Unterschriftenlisten von Bürgern, die das grelle Rotlicht nervt und die dringend eine Veränderung wünschen.

Hojda, die auf der Freiherr vom Stein-Straße lebt, empfindet die Leuchtreklame als aggressiv und schildert in einem Brief an die Stadtverwaltung, dass die Zimmer ihrer Wohnung seit Fertigstellung der Hauptstelle „von einem roten Lichtschein erfüllt werden“. Außerdem lenke die Reklame von der wesentlich dezenter beleuchteten Burg ab und lasse diese in den Hintergrund treten – auch ein Manko für Menschen, die aus ihren Wohnzimmern bisher einen ungestörten Ausblick auf das Altenaer Wahrzeichen genießen durften.

Inzwischen haben sich auch die Grünen des Themas angenommen. Ihr Fraktionsvorsitzender Oliver Held beantragt in einem Schreiben an den Bürgermeister, das Thema bei der nächsten Ratssitzung zu behandeln. Er will wissen, warum die Stadtverwaltung die Leuchtreklame in dieser Form überhaupt genehmigt hat und ob und in welcher Weise dabei die Interessen der unmittelbar betroffenen Anwohner berücksichtigt wurden.

Held fragt sich auch, inwieweit sich die Beleuchtung des Gebäudes mit den städtischen Plänen für die untere Lennestraße verträgt. Immerhin wolle man hier ein „Krämerdorf“ etablieren, schreibt er und will Auskunft darüber, wie dieses Konzept mit der von vielen als aufdringlich empfundenen Sparkassen-Beleuchtung in Einklang zu bringen ist. Auch die Diskrepanz zwischen Sparkassen-Reklame und Burg-Beleuchtung bringt er zur Sprache.

Nach Informationen unserer Zeitung häufen sich auch bei der Sparkasse selbst die Beschwerden über die Beleuchtung des Sparkassengebäudes. Die Mitarbeiter der neuen Hauptstelle würden damit täglich mehrfach konfrontiert heißt es – und auch, dass nach einer Lösung gesucht werde.

Wie die aussehen könnte. liegt für die Bewohner des Behördenviertels auf der Hand: Monika Hojda regt in ihrem einem Brief an Bürgermeister Dr. Hollstein an, die Beleuchtung abends und in den Nachtstunden einfach auszuschalten.

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