Baugrundstücke Nettenscheid: schwieriges Geschäft

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Noch Plätze frei: Uwe Krischer (links) und Thomas Diedrich im Neubaugebiet Nettenscheid. ▪

ALTENA ▪ Jetzt also doch: Die Stadt startet eine Rabatt-Aktion für die Baugrundstücke auf dem Nettenscheid – und erleichtert damit der Vereinigten Sparkasse deren Einstieg in die Vermarktung. Sie hat sich bereit erklärt, die Stadt beim Verkauf der Flächen zu unterstützen.

Billiger wird es allerdings nur für Bauherren mit Kindern: Sie sparen beim Kauf 2000 Euro pro Kind, höchstens aber 5000 Euro. Dieses Angebot ist zunächst bis Ende Juli beschränkt. Damit sinken die Grundstückskosten um bis zu zehn Prozent. 41 Grundstücke sind an Höllensteiner Weg, Breitehard und Fliederweg noch zu haben, sie sind zwischen 408 und 849 Quadratmeter groß und kosten je nach Lage 110 oder 120 Euro pro Quadratmeter.

Die Vermarktung durch die Sparkasse hat den Vorteil, dass nun breiter geworben wird: Das Unternehmen werde Online-Anzeigen bei Immowelt und anderen Portalen schalten, kündigte Thomas Diedrich vom Immobiliencenter des Unternehmens an. Außerdem bekomme das Geldinstitut relativ früh Kontakt zu potenziellen Bauherren: Wer sich danach erkundige, wie seine finanziellen Möglichkeiten beim Hausbau sind, könne zukünftig direkt auf die Grundstücke am Nettenscheid hingewiesen werden. Die Sparkasse vermarktet auch andere Baugebiete, zum Beispiel den Niggenhuser Hof in Nachrodt. Maklergebühren werden nicht fällig, stattdessen zahlt die Stadt eine Provision.

Den schleppenden Verkauf der Grundstücke auf dem Nettenscheid führt Altenas Wirtschaftsförderer Uwe Krischer auf die jahrelange Unsicherheit bezüglich der (inzwischen ganz gestrichenen) Eigenheimförderung für Neubauten zurück, Diedrich bestätigt diese Auffassung. Dass das Geschäft nicht einfacher wird, zeigt eine gestern erfolgte Veröffentlichung des statistischen Landesamtes. Danach ging der Bau von Einfamilienhäusern zwischen 2011 und 2012 landesweit um elf Prozent zurück, auf Kreisebene lag der Rückgang bei über acht Prozent. 2012 wurden im gesamten Kreisgebiet 137 Baugenehmigungen für Einfamilienhäuser erteilt. Insgesamt wurden 162 Wohngebäude genehmigt, in den 234 Wohnungen entstehen werden – ein beinahe schon dramatischer Rückgang von 35 Prozent. Landesweit ist hier ein leichtes Plus zu verzeichnen. Es ist allein darauf zurückzuführen, dass in anderen Regionen der Bau von Mehrfamilienhäusern wieder anzieht. ▪ ben.-

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