Sommermärchen für die Sparkassen-Firmenkunden

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Kai Hagen und Ralf Neumann berichteten über das Geschäftsjahr 2016. Vor allem mit dem Firmenkundengeschäft sind sie sehr zufrieden.

Altena - Ralf Neumann betreut mit seinem Team in Altena, Neuenrade und Balve etwa 600 Firmenkunden der Sparkasse und hat damit einen guten Überblick über die konjunkturelle Lage der Region. Gemeinsam mit Vorstandssprecher Kai Hagen stellt er fest, dass das Jahr 2016 für die heimischen Unternehmen sehr gut gelaufen sei.

Nach wie vor seien die Unternehmen in Altena und den Nachbarstädten sehr investitionsfreudig, berichtete Neumann am Mittwoch. Die Zeit der ganz großen Investitionen sei allerdings vorbei. Im Moment stünden eher Ersatzbeschaffungen und Investitionen zur Effizienzsteigerung oder zur Energieeinsparung an. „Alles in allem war 2016 ein Sommermärchen für unsere Firmenkunden“, schwärmte er.

Neumann ist einer der beiden Leiter für die Firmenkundenbetreuung. Die Sparkasse habe in diesem Geschäftsfeld 2016 noch zulegen können, berichtete Kai Hagen. Er führte das auch darauf zurück, dass das Unternehmen sich gut aufgestellt habe. Jeder Firmenkunde habe zwei Ansprechpartner, einer davon sei immer zu erreichen – „das ist unsere Philosophie und das verschafft uns auch Wettbewerbsvorteile“. Hagen und auch Neumann gehen davon aus, dass Aufmerksamkeit und Nähe zum Kunden dazu beitragen, dass immer mehr Unternehmen sich an die Sparkasse wenden. Hinzu komme, dass es nach wie vor Verunsicherungen über andere Banken gebe.

Geschäft mit Firmenkunden ist komplex

Die Sparkasse sehe in der Firmenkundenbetreuung eine ihrer wichtigsten Aufgaben, betonte Hagen. Das Geschäft sei sehr komplex und gehe weit über die Beschaffung von reinen Krediten hinaus. Deshalb seien die Mitarbeiter auch darin geschult, nach Förderungsmöglichkeiten Ausschau zu halten. Hagen: „Ziel ist die maßgeschneiderte Finanzierung“.

Auf den ersten Blick sieht es nach Ansicht von Hagen auch für 2017 gut aus. Der Euro sei gefallen, das komme exportorientierten Firmen zugute – und dazu gehören auch viele Altenaer Firmen, weil sie ihren Draht an Weiterverarbeiter verkaufen, die ihrerseits international agieren. Wenn die bessere Geschäfte machten, werde auch mehr Draht gebraucht, sagte Hagen.

Ausblick auf neues Jahr getrübt

Getrübt wird der Ausblick in das noch neue Jahr allerdings durch den Brexit und möglicherweise auch durch Ansichten des neuen amerikanischen Präsidenten. Dass sich der Markt in Großbritannien schwächer entwickele, sei jetzt schon spürbar, sagte Hagen und verwies auf entsprechende Mitteilungen der Industrie- und Handelsskammern. Sie gehen davon aus, dass es noch größere Einbußen geben wird, wenn der Brexit Realität werden würde.

Als Banker ist Hagen in der Wahl seiner Worte stets sehr bedacht: Gegen den neuen amerikanischen Präsidenten sei der Brexit eher ein kleiner Fisch, sagte Hagen gestern. Er sieht „eher Risiken als Chancen“ und will jetzt zunächst einmal abwarten, „was Trump sich sonst noch so ausdenkt“.

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