Soziale und demokratische Alternative denkt nach

Ulrich Biroth denkt über die Zukunft nach.

ALTENA - In dieser Woche will Ulrich Biroth erste Gespräche über die Zukunft der sozialen und demokratischen Alternative führen. Es geht dabei um die Frage, ob sie zur Kommunalwahl 2014 erneut antreten wird und welche Voraussetzungen dafür zu erfüllen sind.

Bisher besteht die Gruppierungen aus exakt zwei Personen: Biroth und Jakup Tekin. Sie kandidierten im Jahr 2009 für die SPD, die sie aber noch vor der ersten Sitzung des neuen Rates verließen. Grund waren damals starke innerparteiliche Querelen nach dem verheerenden Wahlergebnis der Sozialdemokraten.

Biroth und Tekin gründeten eine neue Gruppierung – die soziale und demokratische Alternative. Sie hat Fraktionsstatus, was zum einen finanzielle Vorteile hat und zum anderen für bessere Einbindung sorgt: Im Gegensatz zu Linken-Einzelkämpfer Manfred Wolfinger wird Biroth zu interfraktionellen Sitzungen eingeladen.

„Mir macht diese Arbeit Spaß“, stellt Biroth nach gut zwei Jahren Ratsarbeit fest. Er nimmt für sich in Anspruch, „einer der wenigen zu sein, die auch mal kritische Fragen stellen“. Zugute komme ihm dabei seine berufliche Tätigkeit: Der Diplom-Bibliothekar ist freigestellter Personalrat in der Kreisverwaltung. Mit Verwaltungsarbeit kenne er sich deshalb aus, sagt Biroth – „und ich kenne Leute, die ich fragen kann“. Sein Manko sei, dass es ihm an politischer Erfahrung fehle. Hintergründe zu politischen Vorgängen müsse er deshalb immer wieder mühsam erfragen.

Biroth kann sich vorstellen, bei der nächsten Wahl erneut anzutreten und will darüber zunächst mit Jakup Tekin reden. Erfolg versprechend wäre eine Kandidatur nämlich nur dann, wenn die soziale und demokratische Alternative in möglichst vielen der 16 Wahlbezirke antreten würde. Dafür bräuchte sie Kandidaten, die sie aber mangels eines Unterbaus nicht hat. Die Gruppierung besteht bislang lediglich aus Biroth und Tekin, es gibt keinen Kreis, der sie unterstützt.

Im Moment spürt Biroth übrigens Rückenwind. Grund sind seine Ausführungen in der letzten Sitzung des Jugendhilfeausschusses. Dort hatte er kritisiert, dass die Verwaltung an der Politik vorbei mit Kindergartenträgern über die Schließung von Einrichtungen verhandelt hatte. Zu diesem Punkt habe er positive Rückmeldungen auch von solchen Menschen erhalten, mit denen er bisher nicht in Kontakt gewesen sei, berichtet der Ratsherr. Diese Resonanz zeige ihm, dass eine kritisch-konstruktive Mitarbeit im Rat durchaus gewünscht sei.

von Thomas Bender

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