Sonnenstrom vom Turnhallen-Dach: Einzigartiges Projekt in Altena

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Stromquelle: Martin Hammerschmidt zeigt vom Tennisplatz aus die Photovoltaik-Anlage auf dem Dach der Turnhalle Breitenhagen.

Altena – Am Breitenhagen kommt der Strom vom Turnhallen-Dach. Der TV Städtisch-Rahmede hat das Dach an einen privaten Photovoltaik-Betreiber vermietet.

Einen ungewöhnlichen Weg in Sachen Photovoltaik ist der Turnverein Städtisch-Rahmede gegangen: Er hat das Dach seiner Sporthalle auf dem Breitenhagen an einen privaten Betreiber vermietet, der dort aus Sonnenlicht Strom gewinnt.

Eigentümer der Anlage ist Stefan Klein, der auch in der Badminton-Abteilung des Vereins aktiv ist. Seit 2011 läuft dieses Projekt, das in der Burgstadt einmalig sein dürfte. Dem Vereinsvorsitzenden Martin Hammerschmidt ist zumindest kein ähnlicher Fall bekannt. 

Bevor es zu der Vereinbarung kam, hatte der Vorstand unter Hammerschmidts Vorgänger Arno Spilker überlegt, eine solche Anlage im Namen des Vereins errichten zu lassen, diese Pläne aber aus rechtlichen Gründen letztlich verworfen Perfekte Rahmenbedingungen So kam es zu der Lösung, die Fläche auf dem Hallendach an einen Privatmann zu vermieten. 

Bis zu 15 Stunden Sonne am Tag

Nach einer Einmalzahlung wurde mit der Umsetzung begonnen. Der Standort gilt als sehr gut: Die Sicht ist unverbaubar, und das Dach steht nach Süden ausgerichtet. „Die Sonne wandert praktisch am Dach entlang“, beschreibt Martin Hammerschmidt das. „15 Stunden Sonne am Tag sollten drin sein.“ Entsprechendes Wetter natürlich vorausgesetzt. 

Das bestätigt Betreiber Stefan Klein:„Der Ertrag hängt stark von der Einstrahldauer ab. Da gibt es deutliche Schwankungen.“ Er weist darauf hin, dass die Entscheidung für die Anlage damals mit Blick auf eine 20-jährige Garantie der Einspeisevergütung gefallen sei. Aber: „Diese Vergütung sinkt beständig. Heute macht es kaum noch Sinn, den Strom ins öffentliche Netz einzuspeisen."

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