Sondierungen dauern an

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So sah das Haus Lennestraße 34 noch vor gut einem Jahr aus, im Oktober 2010. Es hat sich viel verändert. ▪

ALTENA ▪ Der Innenausbau im Haus Lennestraße 34 kommt gut voran. „Die Außenarbeiten werden in diesem Jahr abgeschlossen“, sagt Mit-Eigentümer Jörg Nielsen.

„Hier ist richtig was passiert“, meint er mit Blick auf die zurückliegenden Sanierungs- und Umbauarbeiten. Und es wird noch einiges mehr passieren – zum Beispiel, wenn bald ein Riesenkran anrückt, um eine Dachterrasse aufs Gebäude zu heben.

Damit bekommt die Dachgeschosswohnung ein Extra der besonderen Art spendiert. Beide Etagen sind längst vermietet. „Das war schon in der ersten Bauphase klar“, berichtet Nielsen über großes Interesse an der Immobilie. Vorbei seien zumindest an dieser Stelle die Zeiten, als Wohnen in der unteren Lennestraße als wenig attraktiv galt.

Das von Nielsen erworbene Gebäude, errichtet 1892, hat eine lange gastronomische Geschichte. Als „Weinhaus Nüter“ galt es einst als erste Adresse in Altena, beherbergte viel später dann die Musikkneipe „Studio B“ und den „Lennekeller.“ Letzterer hatte nicht den besten Ruf. Doch das ist jetzt Geschichte. Jörg Nielsen und sein Bruder wollen ein neues Kapitel aufschlagen; und der Standort soll darin viel von seiner alten Qualität zurückbekommen. Der neue Innenausbau des Hauses ist so ausgelegt, dass auf zwei Etagen Gastronomie mit hohen Standards möglich ist.

Die Haupträume im Hochparterre öffnen sich zur Lenne hin mit einer Veranda, die herrlich gelegene 30 Sitzplätze mit Lenneblick bietet. Der große Raum im Inneren besticht durch eine sehr aufwändige Holzdecke, die von der Geschichte des Hauses zeugt. Der Zugang wird bequem über eine Rampe ermöglicht.

Im direkt von Lennestraßen-Höhe erreichbaren Erdgeschoss soll eine Vinothek oder eine Raucher-Lounge entstehen. Um hier Raumhöhen nach modernen Maßstäben zu erreichen, haben sich die Bauarbeiter 70 Zentimeter tief ins Erdreich graben müssen. Über Ventile und Pumpen ist das Erdgeschoss jetzt zudem gut gegen eventuelle Hochwasser gesichert.

Der Standort, davon ist Jörg Nielsen überzeugt, bietet einem Gastronomen viele Chancen. Nur ein paar Schritte entfernt wird der Eingang zum Burg-Aufzug entstehen. Eine der neuen Lenne-Terrassen liegt „vorm Haus“. Das verspreche Publikum. Und den kleinen „Felsenplatz“ gibt es auch.

Was den neuen Eigentümern allerdings noch fehlt, ist ein passender Partner aus dem Gastgewerbe. Die Sondierungen dauern an. Vier namhafte Brauereien aus der Umgebung und ein Getränkeverlag sind involviert. Interessenten gebe es zwar immer wieder, berichtet Nielsen, auch gerade jetzt. Aber deren Vorstellungen und Möglichkeiten müssten eben auch mit dem Gesamtkonzept übereinstimmen. Jörg Nielsen: „Wir möchten ein Restaurant, das aber auch Kaffee und Kuchen anbietet. Es ist noch nichts spruchreif.“ ▪ tk

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