650 Jahre Freiheitsrechte

Altena feiert Stadtjubiläum

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Viele Altenaer und Ehrengäste hatten am Abend den Weg in die Lutherkirche gefunden.

Altena - Festlicher Schlusspunkt eines imposanten Jubiläumsjahres: Viele hundert Altenaer feierten am Mittwoch in der Lutherkirche den 650. Jahrestag der Verleihung der Freiheitsrechte an die Stadt durch Graf Engelbert III. von der Mark. Im Rahmen einer Sonderratssitzung wurden sie von Turmbläsern mit kraftvollen Fanfarenstößen begrüßt und in einem historischen Ratsanspiel von Karsten Wolfewicz in mittelalterliche Ratsgeflogenheiten eingeführt.

Sowohl Landrat Thomas Gemke als auch die stellvertretende Bürgermeisterin Hanna Freissler sprachen dem erkrankten Bürgermeister Dr. Andreas Hollstein gleich zu Beginn beste Genesungswünsche aus. Sie seien traurig, dass er nicht hier sein könne. Das Publikum quittierte das mit großem Beifall.

Neben den obligatorischen Glückwünschen, die die beide Festredner noch einmal allen Burgstädtern überbrachten, warfen sie auch einen Blick zurück auf die Stadtgeschichte und wagten einen Ausblick nach vorn. Es habe viele Prüfungen für die Bürger der Stadt gegeben, meinte Gemke und fragte: „Eine Kommune, eine Stadt: Was ist eigentlich das Wichtigste daran?“ Die Antwort überraschte nicht, als er unter dem Beifall der Anwesenden feststellte: „Das Wichtigste einer Stadt sind die Menschen, die dort wohnen, leben und sich dort zu Hause fühlen.“

650 Jahre Freiheit für Altena

Gemke streifte die Historie, ging auf die Eisen- und Drahtindustrie ebenso ein wie ortsbildprägende Persönlichkeiten. Beispielhaft nannte er Fritz Thomée, aber auch den Edlen von Holtzbrinck. Im Zuge der Nadelfabrikation seien bereits 1785 erstmals Migranten nach Altena gekommen. Auch heute sei Altena für Flüchtlinge ein Ort, „an dem sich gut leben lässt“.

Die Großprojekte Lennepromenade, Burg-Aufzug, Museen von überörtlicher Bedeutung oder auch die Jugendherbergs-Bewegung: Gemke attestierte den Burgstädtern bei allen Schwierigkeiten stets bereit zu sein, „ihrer Stadt auch etwas zurückzugeben.“

Hanna Freissler legte den Fokus ihrer Betrachtung näher an die Jetztzeit. Sie erinnert an Probleme mit der Toom- und Krankenhaus-Schließung und dankte besonders den Vereinen und Verbänden, die das Leben in der Stadt trügen. Beispielhaft nannte sie die Schützen aus Altena, Dahle und Evingsen. Mit den vielen touristischen Angeboten und einer innovatigen Wirtschaft arbeite die Stadt konsequent weiter am Projekt Zukunft. Sie wünsche sich für alle Menschen, gleich welcher Herkunft, Religion und Nationalität, Altena zum allerbesten Standort zu machen, den man sich vorstellen könne.

Kantor Johannes Köstlin, das Blasorchester Altena und das Jagdhornbläsercorps Sauerland umrahmten den Festakt musikalisch. Pfarrerin Merle Vokkert, Pfarrer Ulrich Schmalenbach und Iman Mikdat Güclü sprachen Dankgebete „für die Stadt, ihre Menschen“ und eine gemeinsame, friedvolle Zukunft.

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