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Sommerurlaub 2022: In diese Länder zieht es die Altenaer

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Das Mittelmeer, hier die spanische Costa Brava, ist eines der bei den Altenaern beliebtestes Urlaubsziel für den Sommer 2022.
Das Mittelmeer, hier die spanische Costa Brava, ist eines der bei den Altenaern beliebtestes Urlaubsziel für den Sommer 2022. © Manuel Meyer

Es geht in Richtung Sommerferien und die Corona-Regeln sind so gut wie kein Thema mehr: Perfekte Voraussetzungen, um nach mehr als zwei Jahren endlich wieder halbwegs unbeschwert in den Urlaub zu fahren? So ist die Lage in Altena.

Beim Reisebüro Zöller ist die Sache klar: „Ja, die Menschen sind aktiv, sie trauen sich wieder zu reisen“, sagt Inhaber Thomas Eltzner. Besonders gut gehen bei ihm die Klassiker: Spanien, Griechenland, Türkei, alles rund ums Mittelmeer, die Kanaren. Mit Blick auf die vergangenen zwei Jahre gehe es gut bergauf. Dennoch: „Wir sind noch nicht wieder beim Vor-Corona-Niveau angekommen.“ Das werde auch wohl noch ein bisschen dauern.

Ausgefallene Trends oder besonders ungewöhnliche Ziele gebe es bei seinen Kunden diese Saison nicht. Wenn es einen Trend gibt, dann wohl eher in diese Richtung: „Die meisten beschränken sich auf das, was sie gut kennen und wagen keine Experimente“, sagt Eltzner.

Corona-Regeln spielen kaum noch eine Rolle

Dabei gilt grundsätzlich: Mittlerweile geht wieder fast alles mit Blick auf die Corona-Regeln, die kaum noch eine Rolle spielen. Europaweit sowieso und, wenn es etwas weiter weg soll, müsse man sich entsprechend vorbereiten, in dem man beispielsweise an das Impfzertifikat denkt. „Aber dann geht das auch.“ Sein Tipp: Direkt vor der Reise noch einmal die Regeln checken, damit es nicht zu bösen Überraschungen kommt.

Nicht zuletzt wegen sich immer mal wieder ändernder Corona-Regeln singe Eltzner das „hohe Lied der Pauschalreisen.“ Der große Vorteil im Vergleich zum Selberbuchen: Es gebe jemanden, der dafür gerade steht, dass man in der Heimat starte und dorthin auch wieder zurückkomme – egal, was dazwischen passiert.

Inlandsreisen bleiben beliebt

In den vergangenen beiden (Corona-)Jahren waren Inlandsreisen ein großes Thema – mehr war teilweise schlicht nicht drin. Und auch für dieses 2022 gilt: „Wer frühzeitig sicher sein wollte, dass seine Reise klappt, hat eine Inlandsreise gebucht“, konnte Eltzner beobachten. Generell hätten viele da gebucht, wo absehbar war, dass es funktioniert – etwa auch in Nachbarländern wie Frankreich oder Italien.

Mit Russland und der Ukraine gibt es – aus offensichtlichen Gründen – Ziele, die aktuell gar nicht nachgefragt sind. Dass viele den Osten am liebsten großräumig meiden wollen, merke Eltzner. Das gehe teilweise so weit, dass einigen die mecklenburgische Seenplatte schon zu weit östlich sei. Auch Polen und Ungarn, mit Ostsee und Plattensee stets beliebte Ziele, würden gemieden. „Zu Unrecht“, meint der Inhaber. Diese Länder seien nicht beeinträchtig. Dennoch, er könne die Menschen verstehen – und versuche auch niemandem, eine vielleicht irrationale Angst auszureden. Denn: „Ich muss mit einem guten Gefühl reisen können“, betont Eltzner. Sonst mache Reisen keinen Spaß. Sein Büro an der Kirchstraße 27 hat übrigens nach wie vor zu den normalen Öffnungszeiten geöffnet. In Großstädten hätten Reisebüros teilweise noch immer nicht zu den regulären Vor-Corona-Zeiten geöffnet.

Bei Fernreisen sind die Kunden noch verhalten

Auch beim Holiday Land Reisebüro Rohe an der Lennestraße gibt es eine Region, die von Kunden besonders gerne gebucht wird. „Es gibt viele, die den Mittelmeerraum bevorzugen“, sagt Elke Rohe, deren Mann Peter Inhaber des Reisebüros ist. Fernreisen seien noch etwas verhalten. „Da müssen wir abwarten, wie sich das im Winter entwickeln wird“, sagt sie. Denn zu dieser Zeit seien Reisen weiter weg in wärmere Ziele für gewöhnlich besser nachgefragt.

Inlandsreisen, die in den vergangenen zwei Jahren wegen der Corona-Einschränkungen ein großes Thema waren, sind auch heute noch gefragt. Rohe spricht in diesem Zusammenhang lieber von Autoreisen – also von allen Zielen, die per Pkw erreichbar sind, darunter Ziele wie Italien oder Österreich. Es gebe Kunden, die nicht fliegen wollten – das sei aber auch schon vor Corona so gewesen. Rohe schätzt ein: „Das Verhältnis ist ungefähr gleich geblieben.“

Pauschalreise hat an Bedeutung gewonnen

Die Pauschalreise habe auch beim Holiday Land an Bedeutung gewonnen, weil sie gerade in Zeiten von Land zu Land unterschiedlichen Corona-Regeln die größte Absicherung für die Kunden bieten würde, so Rohe.

Und, was langsam auch wieder gut geht, sind Kreuzfahrten – zumeist auf dem Mittelmeer, aber auch in Richtung Norwegen, etwa mit dem Nordkap als Ziel, nennt Rohe ein Beispiel. Das Büro hat indes zu den ganz normalen Öffnungszeiten offen – wie vor Corona.

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