Nettenscheid sammelt für Stella

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Vor der Ausgabe der Tombola-Preise tummelten sich die Leute. Zu gewinnen gab es unter anderem Fußbälle und Uhren.

Altena - „Wenn richtig schönes Wetter gewesen wäre, wären noch mehr Gäste gekommen und dann hätten wir vielleicht ein Platzproblem gehabt“, sagte Christopher Rosenbaum vom Organisationsteam des Sommerfestes auf dem Nettenscheid. Denn trotz des regnerischen Wetters besuchten unzählige Gäste das Fest und ließen sich durch die Regenschauer nicht aus der Feierlaune bringen.

Auf dem Spielplatz tobten sich die kleinen Besucher aus und die Frauen an der Ausgabe der Tombola-Preise hatten mit langen Menschenschlangen zu kämpfen. Die Tombola der Ortsteilinitiative Nettenscheid ist mit diesem Umfang noch nie in einem Stadtviertel oder bei örtlichen Vereinen und Verbänden durchgeführt worden.

Das Team um Rosenbaum begann bereits im Februar mit der Planung des Sommerfestes. Es fand dieses Jahr zum zweiten Mal statt. „Nachdem wir während des ersten Festes eine enorme Resonanz verzeichnen konnten, haben wir uns zu einer Wiederholung entschlossen“, so Rosenbaum. Allerdings brach die Tombola alle Rekorde. Rosenbaum und sein Team traten bundesweit an namhafte Hersteller heran und schilderten ihnen das Schicksal von Stella Porcu, eine junge Bewohnerin des Nettenscheids. Sie ist in Wahrnehmung und Entwicklung erheblich beeinträchtigt. So beschloss die Ortsteilsinitiative, ihr eine Delfintherapie zu ermöglichen. Der Erlös aus der Tombola dient allein diesem Zweck. Zu gewinnen gab es Laptop-Taschen, Uhren, hochwertiges Spielzeug, Bohr- und Flexmaschinen, Mützen und Fußbälle. Die Musiker von VE 2, die den Nachmittag gestalteten, verzichteten auf ihre Gage und spendeten diese direkt an die Hilfsaktion. Birgit und Jochen von der Crone spendeten Rindfleisch, das versteigert wurde. Gemeinsam mit der Tombola kamen 1600 Euro zusammen. Die Summe übersteige alle Erwartungen, so Rosenbaum. „Das ist nun der Startschuss für Stella, eine Delfintherapie antreten zu können“.

Mit im Boot saßen mit Harald Thöne auch die Jugendförderung der Stadt Altena, die Jugendfeuerwehr Altena und das Deutsche Rote Kreuz. „Ohne die hätten wir ein solches Fest nicht auf die Beine stellen können“, so Rosenbaum. Hinzu gehörte auch der Altenaer Unternehmer Kai Finkernagel, der die Cocktailbar und das Personal zur Verfügung stellte.

Nachdem der Kindergarten geschlossen worden sei, hätte dem Nettenscheid der soziale Mittelpunkt gefehlt und sie wollten etwas dagegen unternehmen. Der Erfolg gibt ihnen recht. Die „Nettenscheider“ wachsen, wie Rosenbaum betont, langsam aber sicher zusammen. Es würden sich immer mehr für ihren Stadtteil engagieren: „Nur gemeinsam sind wir stark“.

Von Hartwig Bröer

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