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Sommerfest der Schützengesellschaft: Große Hürden genommen

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Von: Ilka Kremer

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Gut gelaunt und voller Zuversicht präsentierte Hauptmann Klaus Hesse zusammen mit dem geschäftsführenden Vorstand das Programm für das bevorstehende Sommerfest am 17. und 18. Juni.
Gut gelaunt und voller Zuversicht präsentierte Hauptmann Klaus Hesse zusammen mit dem geschäftsführenden Vorstand das Programm für das bevorstehende Sommerfest am 17. und 18. Juni. © Kremer, Ilka

Das Sommerfest der Friedrich-Wilhelms-Gesellschaft am 17. und 18. Juni wird das größte Fest, das jemals außerhalb des Schützenfestes gefeiert wurde. Aber die Hürden dafür sind durchaus erheblich.

Altena – Mit 45 Mitgliedern war knapp die Hälfte des Vorstandes der Friedrich-Wilhelms-Gesellschaft (FWG) zur Versammlung in das Haus Lennestein gekommen. Bevor Hauptmann Klaus Hesse mit der Tagesordnung begann, bat er die Schützen um eine Gedenkminute für den vor einer Woche verstorbenen August Schneider. Das Schausteller-Urgestein wurde 91 Jahre alt. „Seit ich denken kann, hat August Schneider mit großem Engagement unsere Kirmes organisiert. Sie war immer ein Erfolg, für jeden war etwas dabei“, würdigte Hesse die Arbeit des Chef-Schaustellers, der vielerorts als „Mr. Kirmes“ bekannt war.

„Aufwand war erheblich höher als gedacht“

Hauptthema des Abends war das bevorstehende Sommerfest der Schützengesellschaft am 17. und 18. Juni. „Es wird das größte Fest, dass die Friedrich-Wilhelms-Gesellschaft jemals außerhalb des Schützenfestes gefeiert hat“, so Hesse. Das Programm steht, doch galt es für den geschäftsführenden Vorstand, einige Hürden zu nehmen. „Der Aufwand war erheblich höher als ursprünglich gedacht“, verdeutlichte der Hauptmann. Sein besonderer Dank galt den Verantwortlichen Alexander Grass, Kompanieführer Freiheit, der das Sicherheitskonzept schrieb, und Adjutant Jörg Nielsen, der das Programm organisierte. Alles sei mit großen Schwierigkeiten verbunden gewesen. „Es sind völlig andere Zeiten“, meinte Hesse.

„Die Welt hat sich durch Corona gedreht“

Nielsen hatte Probleme, Bands, Spielmannszüge und Servicepersonal zu finden, welches bereit sei, Dienst im großen Stil zu leisten. Während der Pandemie hätten sich viele Bands und Spielmannszüge aufgelöst. „Es gibt sie einfach nicht mehr“, sagte Klaus Hesse. Fähnrich Hendrik Bierwirth berichtete in diesem Zusammenhang von einem Gespräch mit dem Schießmeister, der durch seine Tätigkeiten in ganz NRW mit vielen Schützenvereinen zu tun habe. „Weil überall die Leute fehlen, wird es zu einem massiven Verdrängungswettbewerb kommen“, so Bierwirth. Zukünftig werde es wohl so laufen, dass nur der etwas buchen kann, der zuerst bestellt. „Die Welt hat sich durch Corona gedreht.“

Mit Freibier und einem Platzkonzert

Nichtsdestotrotz freuen sich die Schützen auf die Veranstaltung im Juni. „Wir wollen ein schönes Sommerfest feiern“, meinte Jörg Nielsen. Los geht das am Freitag, 17. Juni, um 17 Uhr mit einem Platzkonzert, Freibier und dem Marschieren der Schützen von der Linscheidstraße aus in Richtung Bungernplatz. Dort gibt es die Ansprache des Hauptmanns sowie Verleihungen der Pott-Jost-Medaillen für die Schützen, die seit 50, 60 und 70 Jahren Mitglieder der Gesellschaft sind. „Wir hoffen auf eine große Resonanz der Jubilare“, so der Adjutant. Anschließend Abmarsch zum Zelt auf dem Langen Kamp.

Zelt für 2000 Gäste

Da sollen rund 2000 Menschen hinein passen, um zunächst mit Blasmusik vom Tambourcorps Dahle und des Musikzuges des Versetaler Schützenvereins unterhalten zu werden sowie ab 21 Uhr die Partynacht mit DJ N’Sure zu feiern. „Unser Programm ist etwas für Jung und Alt“, verdeutlichte Nielsen. Wer im Zelt keinen Platz finde, könne sich unter dem riesigen Aprés-Ski-Schirm vergnügen. „Der ist wirklich ein Hingucker, bietet etwa 100 Gästen Platz. So etwas hat Altena in dieser Größenordnung noch nicht gesehen“, schwärmte Hauptmann Hesse. Da der Großteil der Zeltwände wegen der Corona-Schutzmaßnahmen geöffnet seien, sei die Musik auch unterm Schirm gut zu hören. „Und wir können auf diese Weise alle relativ sicher am Fest teilnehmen.“

Live-Musik mit Coverband

Der nächste Festtag beginnt um 18 Uhr im Zelt mit weiteren Ehrungen. Diesmal erhalten die Schützen, die seit 25 und 40 Jahren Mitglieder sind, ihre Medaillen. Ab 20.30 Uhr gibt es Live-Musik mit der Coverband „Zack Zillis“, die vor drei Jahren bereits in Altena zu Gast war. Für die Finanzierung dieses musikalischen Acts hat die FWG über das Sonderprogramm „Neustart miteinander“ einen Förderungsantrag beim Land NRW gestellt.

Geschichten und Anekdötchen

Unter Verschiedenes kündigte Klaus Hesse das dritte Buch der Friedrich-Wilhelms-Gesellschaft an, das Klaus Knipping und Jürgen Henke realisiert haben. Auf 236 Seiten finden sich viele Bilder, Geschichten und Anekdötchen aus der Altenaer Schützengesellschaft. In der kommenden Woche wird es der Öffentlichkeit präsentiert. „Ich bin auf jeden Fall beeindruckt“, erklärte der Hauptmann und stimmte zum Abschluss des offiziellen Teils der Versammlung den Jubelruf der Schützen an: „Pott Jost! Pott Jost! Pott Jost!“

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