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Sommerfest der FWG: Es fühlt sich an wie ein Schützenfest

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Von: Ilka Kremer

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Nach dem Antreten an den Stadtwerken marschierten die Schützen in großer Zahl durch die Innenstadt bis zum Bungernplatz. Dort sprach Hauptmann Klaus Hesse zu den Anwesenden.
Nach dem Antreten an den Stadtwerken marschierten die Schützen in großer Zahl durch die Innenstadt bis zum Bungernplatz. Dort sprach Hauptmann Klaus Hesse zu den Anwesenden. © Kremer, Ilka

Es war nur der Auftakt zum Sommerfest der Friedrich-Wilhelms-Gesellschaft (FWG), aber es fühlte sich an, wie der eines Schützenfestes. Ab 17 Uhr versammelten sich am Freitag zahlreiche Männer mit Schützenmützen an den Stadtwerken. Bei Blasmusik, Freibier und Sonnenschein herrschte freudige Stimmung.

Viele freuten sich, Freunde und alte Bekannte, die mittlerweile in anderen Teilen Deutschlands wohnen, wiederzusehen. Die Kompanie Mühlendorf hatte am Fronleichnamstag die Linscheidstraße feierlich, und wie es die Tradition will, mit Birken, grün-weißen Fahnen und einem großen Banner der Schützen an der Fritz-Berg-Brücke geschmückt. Gegen 18 Uhr marschierten die Schützen gut gelaunt und dem Publikum zuwinkend in Richtung Bungernplatz.

Dort sprach Hauptmann Klaus Hesse zu seinen Mannen: „Tach Schützen, wir freuen uns, dass Ihr so zahlreich erschienen seid. Ich glaube, es sind noch nie so viele von Euch mitmarschiert wie heute.“ Er ließ die vergangenen Tage Revue passieren, in denen in den verschiedenen Kompanien mit großer Resonanz bereits viel gefeiert wurde. „Das bedeutet unterm Strich ganz einfach: Den Leuten, die sagen, dass die Friedrich-Wilhelms-Gesellschaft tot sei, kann man nur entgegenhalten: Lasst euch mal beim Onkel Doktor andere Tabletten verschreiben.“

Hauptmann Klaus Hesse lobte die Schützen und dankte ihnen, dass sie so zahlreich zum Marschieren angetreten waren.
Hauptmann Klaus Hesse lobte die Schützen und dankte ihnen, dass sie so zahlreich zum Marschieren angetreten waren. © Kremer, Ilka

Vorstand ist stolz auf die Schützen

Er und der Vorstand seien sehr stolz, dass die Schützen nebst ihren Partnerinnen an diesen Veranstaltungen teilnehmen würden. Das zeige, dass die Schützen trotz schwieriger Zeiten zu ihrer Stadt stünden. „Auf diese Weise gewährleistet Ihr alle gemeinsam, dass nicht alle Strukturen durch die gegenwärtigen Ausnahmesituationen verloren gehen.“

Im Januar 2020 hätte noch niemand geglaubt, dass das Coronavirus in den bekannten Ausmaßen auch in Altena zuschlagen würde. „Doch, wenn ich es richtig im Kopf habe, war es dann zwei Monate später hier bei uns und hat uns das ganze Jahr verhagelt“, so Hesse weiter. Im Sommer dann musste die FWG das Schützenfest absagen. „Es war die richtige Entscheidung.“ Dann ein weiterer Schicksalsschlag für die Burgstadt: die Flutkatastrophe am 14. Juli 2021. „Ein schlimmer Tag für unsere Heimatstadt“, betonte der Hauptmann. Die folgenden Tage und Wochen hätten aber eines gezeigt: „Das, was auf unserer Fahne steht, mag banal klingen, ist aber doch die Wahrheit: ,Reddit conjunctio tutos – Einigkeit macht stark.’“ Die Schützen bestätigten das mit großem Applaus.

Den Alltag für zwei Tage zurücklassen

„Liebe Schützen, sicher fragt ihr Euch: ,Warum erzählt der uns das alles, ich habe Bierdurst?’ Aber ich erzähle das, weil wir mehrfach gefragt worden sind, ob wir wirklich vor dem Hintergrund der immer noch bestehenden Pandemie, eines drohenden Krieges sowie der rasanten Inflation ein großes Fest feiern wollen? – Wir haben Ja gesagt“, verdeutlichte Hesse. Die Welt scheine seit Jahren von einem Wahnsinn in den nächsten zu fallen und darum sei es so wichtig, auch mal Luft heraus und die Sorgen des Alltags hinter sich zu lassen sowie mit Freude und vielen Freunden eine gute Zeit zu verbringen. „Und wir hoffen, dass dieses Sommerfest dazu einen Beitrag leisten kann.“

Zahlreich Standen die Altenaer an den Straßenrändern oder auch auf dem Platz vor der Lutherkirche, um den Schützen zuzujubeln.
Zahlreich standen die Altenaer an den Straßenrändern oder auch auf dem Platz vor der Lutherkirche, um den Schützen zuzujubeln. © Kremer, Ilka

Bevor es zur großen Party des ersten Abends ins 2000 Personen fassende Zelt am Langen Kamp ging, wurden zahlreiche Pott-Jost-Medaillen an die Schützen verliehen, die seit 70, 60 und 50 Jahren Mitglieder der Gesellschaft sind.

2023 soll wieder ein Schützenfest stattfinden

Und dann stellte der Hauptmann noch die Frage aller Fragen: „Wollt Ihr nächstes Jahr Schützenfest feiern? Diese wurde mit großem Beifall bejaht und Hesse schloss freudig mit den Worten: „Das trifft sich gut, wir hier oben nämlich auch!“

Die Pott-Jost-Medaillen

Medaille für 50-jährige Mitgliedschaft: Claus Bergfeld, Lutz Bernsau, Horst Böllinghaus, Thomas Dietrich, Willi Fischer, Walter Gäckler, Ralf Dirk Gerland, Kai Göbel, Ulrich Grabowski, Prof. Jürgen Gramke, Peter Dirk Hahn, Ulrich Kahl, Ulrich Kanzok, Jochem Kranz, Marcus Krause, Hans-Jürgen Lindenblatt, Wolfgang Löcker, Joachim Marquardt, Horst Merz, Karl Heinz Neuhaus, Gerhard Opderbeck, Dirk Ossenberg, Helmuth Rath, Paul Heinz Resch, Ralph Röttgers, Adolf Schäfer, Peter Schmidt, Gunter Schröder, Heinz-Dieter Schulte, Rolf Schulze, Peter Semme, Bernd Stäsche, Horst Tischmeyer, Dietmar Vogt, Jörg von der Krone, Klaus Zacharias.

Medaille für 60-jährige Mitgliedschaft: Manfred Anlauf, Dieter Bauer, Peterrobert Berkey, Friedrich-Wilhelm Beyer, Gerd Blüggel, Rüdiger Borbet, Otto Dönch, Gerd Eder, Lothar Engler, Ernst W. Fieseler, Hartmut Gehenio, Wolfgang Heumann, Ulrich Hücking, Gustav Hülle, Fritz Kerper, Wolfgang Köhler, Klaus Löttgers, Otto Lüling, Peter Melerowicz, Horst Menz, Rainer Merz, Wolfgang Müller, Hans-J. Ritz, Josef Schauerte, Alfred Schillo, Walter Schmalenbach, Rolf chmidt, Horst Schnabel, Ulrich Sebening, Rainer Storck, Klaus Waschke, Adolf Zabel.

Medaille für 70-jährige Mitgliedschaft: Gerhard Busch, Karl Heinz Krege, Peter Menke, Edmund Wibbe, Günter Zimmermann.

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