Umweltbehörden melden Bedenken an

Altena sagt Ja zum Solarfeld

Lilien Hagen Altena
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Die rote Fläche zeigt, wo das Solarfeld entstehen soll.

Nicht jede regenerative Energie ist willkommen: Roland Balkenhol teilte dem Ausschuss für Stadtentwicklung jetzt mit, dass die Umweltbehörden bereits Bedenken gegen den Bau eines Solarfeldes am Evingser Ortsrand angemeldet haben.

Altena - Das beeindruckte Altenas Kommunalpolitiker allerdings nicht: Sie beschlossen im Fachausschuss und auch im Rat, sowohl die notwendige Änderung des Flächennutzungsplanes als auch den mit einem Bebauungsplan vergleichbaren Vorhaben- und Erschließungsplan weiter voranzutreiben. Von einem „innovativen Ansatz“ war im Fachausschuss in diesem Zusammenhang die Rede.

Es geht um eine etwa einen Hektar große, bisher als Wald ausgewiesene Fläche namens Lilien Hagen, die nach Kyrill und Borkenkäfer praktisch Brachland ist. Darauf will die in Fürth ansässige SunShine Energy GmbH eine Photovoltaik-Freiflächenanlage mit einer Leistung von 750 Kilowattpeak (kWp) errichten, die im Jahr rund 750 000 Kilowattstunden Strom erzeugen dürfte. Rein rechnerisch genug für für etwa 180 Vier-Personen-Haushalte.

Auf der Homepage der SunShine Energy kann man deren Geschäftsmodell nachlesen: Das Unternehmen pachtet die Flächen an, errichtet die Solaranlagen und sorgt für alles weitere wie die notwendigen Anträge, den Netzanschluss und die Pflege der Fläche, die in der Regel durch Schafherden erfolgt. Die Anlagen werden an Investoren verkauft, für die das Modell steuerliche Vorteile bringt. Allein von der Einspeisevergütung lassen sich solche Projekte nämlich kaum finanzieren: Für Anlagen dieser Größenordnung liegt sie im Moment bei 5,77 Cent pro Kilowattstunde – Tendenz sinkend.

Im Gegensatz zu Windrädern sind Solarfelder nicht „priviligiert“. Für sie müssen Flächennutzungs- und Bebauungspläne geändert werden. Was die Stadt davon hält, steht in der jetzt vom Rat beschlossenen Stellungnahme zum Regionalplan. Darin wird festgestellt, dass praktisch der gesamte Außenbereich als schützenswert dargestellt wird. „Es ist zu befürchten, dass so der Energiegewinnung aus Sonnenlicht auch zukünftig kein substanzieller Raum gegeben werden kann“, teilt die Stadt der Bezirksregierung mit. Und dann: „Die Stadt Altena würde es daher begrüßen, wenn bereits der Regionalplan Ansätze zur Konfliktlösung aufzeigen würde, indem dort Rahmenbedingungen zur Zulässigkeit von Photovoltaikanlagen auf BSLE-Flächen definiert werden“.

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