Sip: Fast alle Büros stehen leer

Im Selve-Palais stehen Büros leer.

ALTENA ▪ Im Rahmen der sukzessiven Erweiterungen der Projektaktivitäten im Raum Düsseldorf/ Köln hat die Sip-Group ihren Standort Düsseldorf weiter ausgebaut. Damit ging ein deutlicher Arbeitsplatzabbau in Altena einher. Sitz der Gesellschaft und maßgeblicher Ort, an dem die wesentlichen Unternehmensentscheidungen getroffen werden bleibt aber weiterhin die historische Selve-Villa an der Lüdenscheider Straße.

In diesem Gebäude wurden inzwischen die Büroflächen auf Büros der Geschäftsleitung reduziert. Der Publikumsverkehr hingegen spielt sich komplett in Düsseldorf ab. Damit stehen in der Selve-Villa gewerbliche Teilflächen zur Vermietung frei.

Die Sip-Group kauft Siedlungen und Wohnanlagen ausschließlich im Paket. Sie modernisiert und teilt sie, um die Immobilien anschließend mit Profit zu verkaufen.

Die eigene Firmenkultur beschreibt die Sip so: „Leistungs- und ergebnisorientiertes Denken und Handeln, geprägt von Schnelligkeit und Dynamik.“ Ganz bewusst betont die Sip ihre soziale Verantwortung für die Belegschaft. Sie sieht sich damit in der Tradition von Gustav Selve, in dessen ehemaliger Residenz „Alpenburg“ an der Lüdenscheider Straße die Geschäftsleitung sitzt.

Mit dem Umzug der Administration folgt die Sip Grundbesitz & Anlagen AG den verbundenen Vertriebsbereichen, die sich bereits seit 2008 im Umfeld der Rheinmetropole befinden. „Ziel ist es, die internen Abläufe zu vereinfachen und Entscheidungsabläufe zu verkürzen und somit zu optimieren“, heißt es dazu in einer Pressemitteilung. Dirk Inderst, der Vorstand der Sip Grundbesitz & Anlagen AG, wird darin mit folgenden Worten zitiert: „Diese Entscheidung ist auch Teil der Strategie zur Verfestigung und Verbesserung unserer Marktposition im Rhein-Ruhr-Bereich”.

Im Jahr 2004 hatte die Sip-Group ihren Firmensitz von München nach NRW verlegt, da sie bevorzugt in diesem Bundesland agiert. 1400 Quadratmeter Nutzfläche, viel Platz für die damals 18 Mitarbeiter stehen der Firma und den an den freien Flächen interessierten Mietern in der „Alpenburg“ zu Verfügung.

Im Jahr 2005 machte die Sip für sich Reklame, da sie zahlreiche neue Stellen schuf und fünf Auszubildende im kaufmännischen Bereich einstellte. Rudolf Deiters, der damalige Chef der Iserlohner Arbeitsagentur, überreichte der Geschäftsführung deshalb ein Zertifikat.

Nach eigenen Angaben erwirtschaftete die Sip-Group in den ersten 10 Jahren ihrer Geschäftstätigkeit 50 Mio. Euro Umsatz. Die Rendite liegt nach Firmenangaben bei 20 Prozent. ▪ sis

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