Sinnvolle Stiftung: Auch die leisen Töne kommen an

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Karsten Wolfewicz’ Berichte aus Antike und Mittelalter werden als erste von der neuen Technik profitieren. Zusammen mit Joachim Brüninghaus (links) und Barbara Langos präsentierte er gestern die neue Übertragungsanlage für Hörgeschädigte.

ALTENA - Barbara Langos und Karsten Wolfewicz strahlten gestern um die Wette. Grund: Eine Spende der Firma Brüninghaus – sie stellt dem Kulturring eine komplette Übertragungsanlage zur Verfügung, die es Hörgeschädigten erleichtert, insbesondere Vortragsveranstaltungen zu verfolgen. Am 8. Mai kommt sie bei der Auftaktveranstaltung des „Garten der Geschichte“ zum ersten Mal zum Einsatz.

Wolfewicz und sein Geschichts-Projekt gaben auch den Ausschlag für die Spende. Firmenchef Joachim Brüninghaus ist Mitglied des Kulturrings und folgte nach dessen letzter Jahreshauptversammlung gebannt der Präsentation des Garten der Geschichte. Als sich anschließend eine ältere Bekannte bei ihm beklagte, dass sie kaum etwas verstanden habe, sann er gemeinsam mit Barbara Langos auf Abhilfe – „schließlich gibt es in dieser Stadt viele ältere Menschen, die die Kulturring-Veranstaltungen besuchen“.

Das Ergebnis dieser Überlegungen: Ein schwarzer Koffer voller Elektronik, der zukünftig bei Veranstaltungen nicht nur in der Burg Holtzbrinck, sondern auch im Gymnasium zum Einsatz kommen kann. Er enthält einen Sender für den Vortragenden und 19 Empfänger, die an hörgeschädigte Besucher ausgegeben werden können. Wolfewicz, der sich längst mit der Technik vertraut gemacht hat, war voll des Lobes: Er bescheinigte den Geräten hohe akustische Qualität, auch feine Nuancen kämen „eins zu eins bei den Empfängern an“. Das dürfte auch darauf zurückzuführen sein, dass man sich für Technik des Markt-Führers beyer dynamics entschieden hat. Über den Wert der Spende wurden gestern nur ungefähre Angaben gemacht – „das liegt im vierstelligen Bereich“, sagte Barbara Langos.

von Thomas Bender

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