Silber für Dahle – das ist ein toller Erfolg

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Sprachen Dahle im Wettbewerb: „Unser Dorf hat Zukunft“ gestern die Silbermedaille zu: Die 14-köpfige Jury unter Leitung von Ralf Klostermann (r.)

ALTENA Das muss Dahle erst einmal jemand nachmachen. Bereits im ersten Versuch hat die Gemeinde gestern im Wettbewerb „Unser Dorf hat Zukunft“ die Silbermedaille errungen.

Geschlagen geben musste sich der Ortsteil nur von Oestrich, das als Kreissieger dessen Farben jetzt beim Landeswettbewerb vertritt. Silber ging auch an Wiblingwerde in der Kategorie Dörfer mit mehr als 1 000 Einwohnern. Ortsvorsteher Helmar Roder nahm die Nachricht freudig entgegen: „Das ist ein Grund zum Feiern sagte er gestern Abend gegen 18.30 Uhr.“ Der Tag war für die Dahler gut gelaufen, und am Ende hatten sie sich vielleicht sogar etwas mehr als „nur“ Silber ausgerechnet.

„Wenn Sie mir jetzt signalisieren, dass Dahle eine Chance hat, leihe ich mir eine Badehose und eine für den Ortsvorsteher Helmar Roder noch dazu!“, flachste am Morgen Bürgermeister Dr. Andreas Hollstein im Freibad zum Ende der offiziellen Präsentation gegen 11.45 Uhr. Und was folgte? – Mehr als die Hälfte der Daumen der 14-köpfigen Bewertungskommission „Unser Dorf hat Zukunft“ zeigten spontan nach oben. Hollstein hielt umgehend Wort, verschwand mit Helmar Roder und rutschte unter lautem Beifall der Dahler Grundschüler die neue 35 Meter lange Spaßrutsche in geliehener Bademontur hinunter.

Als die Kommission unter dem Vorsitz von Rolf Klostermann dann Dahle Richtung Eisborn verließ, spendete sie dem gastgebenden Gremium sogar noch Applaus. „Das haben wir noch nie gemacht“, entfuhr es dem Kreisheimatpfleger. Pünktlich war sein Team mit einem Kleinbus am Morgen um 10.15 Uhr in Dahle angekommen und am Parkplatz vom Ortsvorsteher abgeholt worden. Im Dorfcafé warteten dann bereits mehr als drei Dutzend Bürger – unter ihnen auch der amtierende Schützenkönig – auf die Kommission. Sie wurde mit Schinken- und Käsehäppchen von Metzgermeister Horst Höfer, dargereicht von Frauen der freikirchlichen Gemeinde, und einem frisch gezapften Pils oder Mineralwasser begrüßt.

Was die Frauen und Männer dann in einem kurzweiligen Vortrag von Helmar Roder und Corina Turner hörten, muss sie überzeugt haben. Roder referierte nicht etwa monoton, er bezog die Anwesenden spontan in die Vorstellung seines Ortsteils mit ein und berichtete von Projekten wie Lichterfest, Dorfplatzgestaltung, Weihnachtsmarkt, Dahler Sommer, Ehrenamtsbörse, Wasserrutsche für das Freibad, das kulinarische Event „Wir holen die Welt nach Dahle‘ oder dem aktuellen Dorvladen-Projekt. Dabei kamen die entsprechenden Macher wie Regine Koopmann, Wilhelm Appelhans, Esther Szefrenzki, Jochen Schaumann oder Olaf Wennert ebenso zu Wort, wie Bürgermeister Dr. Andreas Hollstein. Der bezeichnete den Ort als „Zuckerhäubchen in Altena“ und lobte die bestehenden Netzwerke im Dorf. Nein, nervös sei er nicht ob der immensen Bürgeraktivitäten in Dahle, konterte er eine Frage von Corina Turner und meinte: „Zukunft gestalten geht nur mit dem Bürger. Für mich hat Dahle Zukunft, weil das Dorf zusammen hält und die richtigen Menschen schieben.“

Nach einer Rundfahrt durch den Ort mit Stopp am bald neu zu entwickelnden Marktplatz kam die Kommission im Freibad an. Hier warteten schon die Kinder der Dahler Grundschule, die für alle das Lied „Wir sind Kinder, der Stoff, aus dem die Zukunft ist“, sangen. Und die Grundschüler Natalie, Rene und Selin werden den gestrigen Tag ganz bestimmt nicht vergessen. Sie waren die ersten, die die neue Wasserrutsche testen durften.

von Johannes Bonnekoh

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