Burgaufzug: Baustellen-Countdown

ALTENA -  „Easy ist hier gar nichts“ – Roland Balkenhol, ständiger Begleiter des Projektes Burgaufzug, ist gespannt darauf, was ihm die nächsten Wochen bringen werden. Nach der Weihnachtspause beginnt jetzt eine besonders heiße Phase, in der viele Handwerker im Stollen Hand in Hand arbeiten müssen. „Wenn da einer drei Tage lang nicht kommt, hat das Auswirkungen auf viele andere“, sagt der Stadtplaner.

Am 26. April soll alles fertig sein – ein ambitioniertes Ziel, wie ein Rundgang über die Baustelle zeigt. „Der Rohbau ist jetzt abgeschlossen“, erklärt Balkenhol. Erste Arbeiten zum Innenausbau sind bereits angelaufen, zum Beispiel im Sanitärtrakt. Auch das Dach ist gedeckt und die Rahmen für die großzügige Verglasung eingebaut. Danach konnte der Metallbauer Maß nehmen: Er verpasst dem Torborgen demnächst seine Verkleidung aus Stahl.

Vieles andere muss noch erledigt werden, vor allem der Einbau der gesamten Technik.

Die Abmauerungen, die die Technik schützen, müssen noch verputzt werden. Etwa brusthoch sind die Kammern, die rechts und links an die Stollenwand gebaut wurden. Feuerfeste Baustoffe trennen sie in drei Bereiche: Strom, Lüftung, Löschwasserversorgung – letztere übrigens nicht nur für den Tunnel selbst. Eine Steigleitung geht bis hoch zur Burg und verbessert dort die Löschwasserversorgung ganz erheblich. Weil 90 Meter Höhenunterschied zu überwinden sind, ist eine entsprechend dimensionierte Druckerhöhungsanlage erforderlich.

Baufortschritt Burgaufzug

Ganz am Ende sieht man im Moment noch gar nichts: Der Schacht für den Aufzug ist mit Schaltafeln verschlossen, dort hat niemand was zu suchen – viel zu gefährlich, weil die Aufzugsbauer gerade dabei sind, die Führungsschienen für die Kabine anzubringen und dabei schon mal etwas runterfallen kann. Die Mitarbeiter der Firma Janzhoff aus Dortmund arbeiten mit Hochdruck, bald schon soll der „Fahrkorb“, wie die Fachleute sagen, eingebaut werden.

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Die Multimedia-Technik, mit deren Hilfe die Besucher unterhalten und informiert werden soll, fehlt noch komplett. So weit wie irgend möglich werde sie außerhalb vorgefertigt und dann vor Ort eingebaut, erklärt Balkenhol. Im Moment laufe die „Postproduktion“, ergänzt der Kölner Architekt Klaus Hollenbeck, der maßgeblich an dem „Edutainment“-Konzept beteiligt ist. Die Filmszenen, die man später im Tunnel sehen wird, sind größtenteils abgedreht und müssen jetzt so geschnitten werden, dass die gewünschten Effekte erzielt werden.

Nicht nur im Tal und im Berg wird gearbeitet: Auch auf der Burg sind noch die Handwerker im Einsatz. Der Wiederaufbau der Remise, die der Baustelle vorübergehend weichen musste, ist inzwischen abgeschlossen. (ausführlicher Bericht in der AK-Ausgabe von Samstag, 4. Januar 2014).

von Thomas Bender

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