Sieben Großbrände fordern die Wehr

Gut aufgestellt ist die Jugendfeuerwehr.

ALTENA ▪ Es war seine letzte Jahresdienstbesprechung im Amt: Wehrführer Ulrich Moldenhauer wird im Juli in die Alters- und Ehrenabteilung wechseln. In einem nichtöffentlichen Teil, der der Jahresdienstbesprechung vorangegangen war, empfahl Kreisbrandinspektor Rainer Blumenrath dem Rat der Stadt Altena Brandoberinspektor Alexander Grass als Moldenhauers Nachfolger.

Zuvor war die gesamte Wehr zu diesem Vorschlag angehört worden. In einer der nächsten Ratssitzungen wird dann der Rat der Stadt über diesen Vorschlag entscheiden. Sollte der Entscheid zu Gunsten von Alexander Grass ausfallen, so wird dieser am 16. Juli im Rahmen eines Sommerfestes der Feuerwehr Altena das Amt des Stadtbrandinspektors antreten.

Neben zahlreichen Feuerwehrfrauen und Feuerwehrmännern aller Altenaer Löschgruppen begrüßte Moldenhauer auch Gäste aus Rat, Verwaltung und Politik, den Wachleiter der Polizei, Mathias Radtke, Gäste vom THW, DRK sowie Dieter Claßen und Ulrich Slatosch als Vertreter der Kirchengemeinden. Es folgten die Berichte der einzelnen Beauftragten. Insgesamt 36 mal waren Altenas Wehren im Jahr 2010 bei Bränden im Einsatz. Sieben Großbrände, drei Mittelbrände und 22 Kleinbrände waren zu bekämpfen. Das teilte der Leiter der Feuer- und Rettungswache, Udo Winter, mit. Technische Hilfe wurde 132 mal geleistet. Fehlalarmierungen gab es im vergangenen Jahr 39. Vier mal rückte die Feuerwehr Altena zur nachbarschaftlichen Hilfeleistung aus.

Einen besonderen Stellenwert hat in der Feuerwehr die Brandschutzerziehung. Hauptbrandmeister Thomas Stuwe berichtete, dass im vergangenen Jahr 18 Termine in Kindergärten durchgeführt wurden, wobei zwei mal eine Brandschutzaufklärung für Eltern stattgefunden habe. Weiter wurde eine Brandschutzunterweisung bei Firma Nedschroeff durchgeführt.

Die Notfallseelsorge wurde 2010 insgesamt 22 mal in Anspruch genommen. Hierzu gehören auch Fachberatung sowie die Einsatzbegleitung und Einsatznachsorge durch das PSU-Team für psychosoziale Unterstützung. teilte Ulrich Slatosch mit.

Brandmeister Thorsten Gebhardt sprach von einer gut besetzten Jugendfeuerwehr. Insgesamt habe sie 32 Mitglieder, wovon drei im Rahmen der Jahresdienstbesprechung überstellt wurden.

Nach den Berichten wurde zunächst die Entlastung des Kassenwartes Uwe Kober beantragt, da er die Geschäftskasse sowie die Kameradschaftskasse einwandfrei geführt hat.

Nach einer Pause folgten die Grußworte. Es begann Kreisbrandinspektor Rainer Blumenrath. Er übermittelte Grüße des Kreises, er wünschte den Feuerwehrleuten möglichst von Einsätzen verschont zu bleiben und stets gesund von den Einsätzen zurück zu kehren. Er dankte, ebenso wie seine Nachfolger am Rednerpult, Matthias Radtke von der Polizei und Bürgermeister Andreas Hollstein, der Wehr für die große Bereitschaft, anderen zu helfen. Hollstein sprach in diesem Zusammenhang von der Zukunft der Stadt Altena und bat als Oberster Feuerwehrmann der Stadt seine Kameraden weiterhin um Unterstützung auch im Bezug auf den Burgaufzug. Er forderte die Wehrleute auf der Initiative „Altena Innovativ“ nicht ihre Stimme zu geben und damit dieser Stadt nicht die Zukunft zu nehmen. „Ich schlage Geschenke, die dieser Stadt helfen, nicht aus“, sagte Hollstein.

Ein weiterer Tagesordnungspunkt waren Beförderungen und Ehrungen (Bericht folgt).

Nachdem die Formalien erledigt waren folgte der gemütliche Teil, der musikalisch vom Spielmannszug der Feuerwehr Altena begleitet wurde. ▪ loe

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