Für sichere Schulen: Stadt investiert massiv in Brandschutz 

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Feuer in der Grundschule: Feuerwehrleute mussten am 5. Februar 2018 im Stadtteil Farmsen-Berne einen Brand in einer Grundschule löschen. Verletzt wurde glücklicherweise niemand.

Altena – Die Stadt investiert in den Brandschutz ihrer Schulen. Neueste Anschaffung: eine riesige Feuertreppe an der Sekundarschule für 150.000 Euro. 

Sieht nicht schön aus, war aber teuer: 150 000 Euro kosteten Brandschutzmaßnahmen am Sekundarschulstandort in der Nette. Dafür wurden in einem Klassentrakt vier Öffnungen in die Fassade gebrochen und Türen eingebaut, die als Zugang zu einer mächtigen Stahltreppe dienen. Sie bildet den sogenannten zweiten Rettungsweg für die Klassen in diesem vierstöckigen Gebäudeteil. 

Als die „Netter Schule“ in den 1960-er Jahren gebaut wurde, wurde das Thema Brandschutz lange nicht so groß geschrieben wie heutzutage. Bestandsschutz gibt es nicht, die in der Landesbauordnung festgeschriebenen Auflagen zum Brandschutz müssen auch bei schon seit Jahrzehnten genutzten Gebäuden erfüllt werden. 

Die neue Feuertreppe an der Sekundarschule in der Nette.

Seit einigen Jahren investiert die Stadt deshalb massiv in ihre Schulgebäude, um (beispielsweise durch den Einbau entsprechender Türen) für mehr Sicherheit zu sorgen. 

Wer entscheidet, was an den Schulen getan werden muss? Alex Grass, der Leiter der Altenaer Feuerwehr, berichtet von regelmäßigen Brandschauen. An ihnen seien neben der Feuerwehr das Bauordnungsamt und ein Brandschutz-Ingenieur des Märkischen Kreises statt. Gemeinsam werde die Situation vor Ort begutachtet und festgelegt, welche Maßnahmen erforderlich seien. 

Vor gut einem Jahr ging die Stadt noch einen Schritt weiter: Sie beauftragte einen Gutachter damit, Altenas Schulgebäude auf ihre Sicherheit hin zu überprüfen. Zweite Rettungswege wie der jetzt in der Nette gebaute seien immens wichtig, betont Grass. Sobald das Treppenhaus der Schule bei einem Brand verraucht ist, können die Schüler es nicht mehr benutzen. 

„Bei einem normalen Wohnhaus werden die Bewohner dann mit Hilfe der Drehleiter gerettet“, erklärt Grass. Bei einer Schule sei das praktisch nicht möglich: „In den Korb der Drehleiter passen nur drei Personen. Da kann man sich ausrechnen, wie oft man rauf- und runterfahren muss, um nur die Schüler einer Klasse in Sicherheit zu bringen“. 

Aber wann brennt schon mal eine Schule? Tatsächlich ist das öfter der Fall als man denkt. Erst im Juli stand in Bochum eine Schulturnhalle in Flammen – zum Glück während der Ferien. Im Hamburger Stadtteil Farmsen-Berne mussten Lehrer Im Februar 2018 rund 250 Grundschüler in Sicherheit bringen, nachdem in einem gerade nicht genutzten Klassenzimmer ein Feuer ausgebrochen war.

 Es breitete sich schnell aus, am Ende waren 12 Klassenzimmer komplett ausgebrannt und die Schule war nicht mehr zu benutzen. In aller Eile wurde eine Containerlösung geschaffen, damit der Unterricht weitergehen konnte. Die Brandruine wurde inzwischen abgerissen. An ihrer Stelle entsteht ein Neubau, der nach Berichten in der Hamburger Presse noch in diesem Jahr bezogen werden soll.

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