Gedanken zum Jahresbeginn von Mitarbeiterin Ina Hornemann

"Was sich 2019 ändern sollte": Denken ist krasser als googeln

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Verhalten in sozialen Medien ist oft Glückssache.

Altena - Die E-Mail der Sternsinger-Begleiter klingt skurril: „Bitte notieren Sie in der Zeitung, dass die Kinder möglichst freundlich an den Türen empfangen werden.“ Traurig, dass solche Anfragen heutzutage in der Redaktion ankommen.

Passt aber in den Zeitgeist. Miteinander sprechen? Bloß nicht im Social Media-Zeitalter! Was nicht gefällt, wird kommentiert.

Ein Wischen auf dem Smartphone genügt ja, um dem persönlichen Unmut Luft zu machen. Und in der Anonymität des Internets habe ich ja nicht mal was zu befürchten, wenn ich mich dort wie die Axt im Walde über alles und jeden echauffiere. Draufhauen war nie bequemer.

Und das überträgt sich auch immer mehr auf Bereiche, wo echte Menschen von Auge zu Auge aufeinandertreffen. Vielleicht bin ich altmodisch, aber ich schätze es, angesprochen zu werden statt angeraunzt. Kommt aber immer öfter vor. Kein Name, kein Gruß, keine Hand, kein Lächeln - nur blanke Frustration.

Tatsächlich schätze ich es sehr, wenn ich in einem guten und persönlichen Gespräch auf einen schiefen Sachverhalt hingewiesen werde. Wer diese Art des sozialen Miteinanders nicht mehr kennt, dem sei ein moderner Sinnspruch mit auf den Weg gegeben: „Denken ist wie googeln. Nur krasser.“

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