Seniorenrat plagen große Sorgen: Zukunft in der Bürgerburg ungewiss

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Die Burg Holtzbrinck wurde umfassend saniert. Zu welchen Konditionen Vereine dort Räume mieten können, ist unklar.

Altena –Zwei große Sorgen plagen den Seniorenrat: Es geht um Helfer und viele offene Fragen zur Zukunft in der Burg Holtzbrinck.

Zu wenige Aktive und Ungewissheit darüber, wie es mit der Burg Holtzbrinck weitergeht: Diese Sorgen plagen den Seniorenrat. Das macht deren Sprecher Dieter Panne deutlich. 

Er sieht die Gefahr, dass Veranstaltungen wie das Frühlingsfest oder die Weihnachtsfeier künftig nicht mehr stattfinden können. Die Zahl derjenigen, die sich nach der Pensionierung dem Seniorenrat zuwenden und dort mitarbeiten, werde immer geringer, klagt Panne. Damit fehle es bei großen Festen an Helfern. 

Tische stellen und eindecken, Kaffee kochen, Kuchen servieren und am Ende mehr als 100 Gedecke spülen: Diejenigen, die bislang halfen, hatten immer viel zu tun. 

Spülen mit Wasser aus dem Wasserkocher

Und das unter ungünstigen Voraussetzungen. So musste das benutzte Geschirr aus dem Georg-von-Holtzbrinck-Saal ins Erdgeschoss getragen und dort von Hand gespült werden. „Teilweise haben wir das Wasser in Kaffeemaschinen heißgemacht“, erinnert sich Panne. 

Das sollte künftig besser werden, bekommt die Burg Holtzbrinck dank des Umbaus doch einen Catering-Bereich. Dazu gehört im Normalfall eine Spülmaschine. 

Dem Seniorenrat stellen sich aber weitere Fragen. Da ist zum Beispiel die Sache mit dem Geschirr: Der Organisation gehören Teller und Tassen für über 100 Gedecke, über 30 Kaffeekannen und professionelle Kaffeebereiter. Bisher wurden die in Schränken aufbewahrt, die ebenfalls dem Seniorenrat gehörten, im Zuge des Umbaus der Bürgerburg aber verschwunden seien.

Lagerung ungeklärt

„Wo die Sachen jetzt aufbewahrt werden sollen, wissen wir nicht“, sagte Panne. Wolfgang Noack geht’s ähnlich: Noch stehe das Eigentum des Seniorenrates im neuen Stühlelager, sagte der Geschäftsführer des Kulturrings. Im neuen Jahr werde er gemeinsam mit dem Hausmeister Karsten Wolfewicz darüber nachdenken, wo es auf Dauer untergebracht werden kann. 

Sehr gut besucht sind die Veranstaltungen des Seniorenrats in der Burg Holtzbrinck.

Vorausgesetzt, die Sachen werden noch gebraucht: Auch die geplante Benutzungs- und Gebührenordnung der Burg Holtzbrinck bereiten dem Seniorenrat nämlich erhebliches Kopfzerbrechen. Schon 2012 wurde festgelegt, dass die Nutzung der Bürgerburg künftig Geld kosten wird. Damals wurden die Gebühren für Sportplätze und Turnhallen eingeführt.

Für Planungen fehlen Zahlen

Wenn Sportvereine zahlen müssten, dann auch die Vereine, die kommunale Einrichtungen wie die Burg nutzen, hieß es damals. Passiert ist seitdem nichts. Jetzt soll sie aber kommen, die neue Benutzungs- und Gebührenordnung – und zwar so schnell wie möglich. 

Veranstaltungen könne er allerdings erst planen, wenn er wisse, ob auch der Seniorenrat die Benutzungsgebühr zahlen muss und wie hoch sie ist, sagt Panne. „Wenn das 200 Euro oder mehr kostet, können wir das vergessen. Dann bleibt für die Musik kein Geld mehr übrig.“ 

Bürgerburg soll offen bleiben

Der Seniorenrat steht mit seinen Sorgen nicht allein: Allen Vereinen, die bisher die Burg Holtzbrinck nutzten oder dort 2020 Veranstaltungen organisieren wollen, fehlt jegliche Planungssicherheit. 

Klar zu sein scheint bisher nur, dass die Bürgerburg auch zukünftig tagsüber geöffnet sein wird und dass es zumindest an Markttagen eine Bewirtung geben soll. Wenn sich denn noch Gruppen finden, die diese übernehmen.

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