"Höchste Sicherheitsstufe" am 13. März

Steinmeier-Besuch: Selfies sind unwahrscheinlich

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Frank-Walter Steinmeier möchte den Kontakt zu den Bürgern suchen.

Altena - Es ist ihm wichtig, Altenaer zu treffen. Und deshalb hat Bundespräsident Dr. Frank-Walter Steinmeier darauf gedrungen, auch „sichtbar“ zu sein. Sichtbar für die Bürger der Stadt, denen er am Dienstag, 13. März, in einem zweiten Anlauf einen Besuch abstattet. Allerdings wird die Möglichkeit, auch Selfies mit dem hohen Gast zu schießen, eher unwahrscheinlich sein.

Geplant ist, dass Steinmeier in Begleitung seiner Gattin Elke Büdenbender und dem Ministerpräsidenten-Ehepaar Laschet durch die Stadt schlendert. Schweißperlen für die ihn umgebenden Sicherheitsleute garantiert.

Den Bürgermeister freut es, dass es den ersten Mann im Staate statt auf die Burg, wie drei seiner Amts-Vorgänger, nun in die „Bürgerburg“ Holtzbrinck zieht. Dort erwarten ihn Begegnungen mit Altenaer Bürgern, Kümmerern und ein Gespräch mit Flüchtlingen.

Armin Laschet kennt Altena bereits.

Steinmeier und Laschet wollen hier „die Bürger“ treffen, sprechen, hören. Und deshalb liegt dieses Mal der Fokus des Besuches, der etwa gegen 15 Uhr beginnt und nach rund zwei Stunden endet, auf Themen wie „Leben auf dem Lande“, Schrumpfungsprozesse, Demografie und Integration. Die Burg Holtzbrinck wird für die Gäste gerichtet sein - trotz Umbau und Restaurierung. „Das Gebäude können wir durchaus vorzeigen“, sagt der Bürgermeister.

"Erlebt man nicht alle Tage": Hauptkommissar Jürgen Hoffmann freut sich

Polizei-Hauptkommissar Jürgen Hoffmann ist in Altena eine „Institution“. Und natürlich ist er in den Besuch von Bundespräsident und Ministerpräsident dienstlich eingebunden. Aber der Mund des stellvertretenden Wachenleiters ist verschlossen. „Kein Kommentar. An diesem Dienstag, 13. März, gilt die höchste Sicherheitsstufe.“

Dr. Andreas Hollstein wird in freier Rede sprechen.

Seine Empfehlung: „Googeln Sie doch mal Staats- oder Antrittsbesuch...“ – Was der Mann meint, ist neben der kugelsicheren Staatskarosse nebst Standarte, in der die Gäste von Dortmund kommend anreisen, natürlich eine stattliche Motorradeskorte, Sicherheitspersonal überall und verstärkte Polizeipräsenz. Allein, wer was wo und wie erledigt, „Staatsgeheimnis“, flachst Hoffmann.

Für sich selbst und die Kollegen sagt er aber auch: „Selbst als langgedienter Polizist erlebt man den Besuch eines Bundespräsidenten nicht alle Tage. Wir freuen uns.“

Jürgen Hoffmann: „Alles zur Sicherheit ist geheim.“

Erinnern kann er sich im übrigen noch an den ehemaligen Bundespräsidenten Prof. Dr. Karl Carstens. Der kam kurz nach seiner offiziellen Amtszeit als Präsident auf die Burg. Er war Ehrengast der Deutschen Jugendherbergsbewegung.

Ein Buch für ganz besondere Momente

Dr. Frank-Walter Steinmeier wird der erste Bundespräsident sein, der sich ins Goldene Buch der Stadt einträgt. Dabei war er nicht der erste Präsident, der am Ort war. Mit Theodor Heuss, Heinrich Lübke und Karl Carstens waren bereits drei Amtsvorgänger in Altena.

Allerdings – man achte auf die Unterschiede – sie alle machten der Jugendherbergsbewegung auf Burg Altena ihre Aufwartung. Entweder waren sie Ehrengäste bei Jubiläen, Einweihungen oder besonderen Wandertagen, oder einfach aus Interesse Gäste vor Ort.

Das Goldene Buch der Stadt führt Gundula Schulze.

Steinmeier verzichtet im zweiten Besuchsanlauf auf einen Burgbesuch. Er begnügt sich mit dem Ansehen des Eventaufzuges. Dafür geht er in die Bürgerburg Holtzbrinck, ebenfalls ein stadtbildprägendes Gebäude. Ob und was er Altena ins Goldene Buch schreibt – nach dem 13. März werden wir es wissen!

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