Corona

Selbsttests jetzt überall zu haben

Selbsttest Corona
+
Für den Selbsttest muss ein Wattestäbchen etwa zwei Zentimeter tief in die Nase eingeführt werden.

Wer einen Ausflug plant, von den Lieben Besuch erwartet, wer vielleicht Schlangen vor den Testzentren befürchtet oder den Weg dorthin scheut, der möchte – möglichst sofort – eine Antwort auf die Frage: Bin ich infiziert – ja oder nein? Ein Selbsttest für zuhause ist rasch zur Hand.

Altena/Nachrodt – Seit Anfang März werden die Test-Kits mit Bezeichnungen wie Aesku, Boson und Hotgen in die Geschäfte ausgeliefert. Viele Läden in Altena und Nachrodt haben sie schon im Bestand. Lidl-Märkte zum Beispiel führen sie bereits seit vorletzter Woche im Sortiment, war aus der Zentrale zu erfahren. Verkauft wurden Fünfer-Packs für 21,99 Euro. Ob sie allerdings noch in den heimischen Filialen zu haben sind, darüber gab es keine Auskunft.

Kontinuierlicher Nachschub

Zu unterschiedlichen Stückzahlen pro Packung vertreibt Aldi Nord seit Anfang März die Antigenschnelltests. Waren sie anfangs sofort vergriffen, sind sie inzwischen fast immer an der Kasse erhältlich. „Im Falle einer erhöhten Nachfrage behalten wir uns vor, die Abgabemenge pro Kunde zu begrenzen“, meldet die Aldi Nord-Zentrale in Essen. „Aufgrund der hohen Nachfrage können die Artikel nach wie vor kurzzeitig vergriffen sein. Die Märkte erhalten jedoch kontinuierlich neue Ware.“ Zudem könnten Kunden auch im Aldi-Onlineshop fündig werden, allerdings ist dort die 20er-Packung zum Preis von 89,99 derzeit ausverkauft.

Der Edeka-Markt Kantimm in Nachrodt hat erst vor einigen Tagen eine neue Lieferung Selbsttests bekommen. Die Nachfrage sei recht verhalten, zu haben sei der Test für 4,99 Euro. Höchstabgabemenge: 1 Stück pro Kunde. Auch in Tante Carolas Drogerie in der Altenaer Innenstadt waren sind Corona-Selbsttests im Sortiment. Sie kosteten sieben Euro, am Freitag wurde eine so große Menge geliefert, dass jetzt auch größere Stückzahlen beispielsweise an Friseure abgegeben werden können.

Nachfrage ist vorhanden

In der Mühlenapotheke von Maria Nawrath ist die erste Lieferung der Tests erst am Donnerstag angekommen. Die Nachfrage sei vorhanden, berichtet die Evingser Apothekerin. „Es hatten sich schon im Vorfeld viele erkundigt“, so Nawrath.

Sie will die Abgabemenge pro Kunde nicht grundsätzlich beschränken, sondern vielmehr im Einzelfall entscheiden. „Es sollte sich um ein vernünftiges, nachvollziehbares Maß handeln.“ Will also jemand fünf Tests kaufen, um zum Beispiel sich und seine Familie auf Corona zu checken, sieht Maria Nawrath darin kein Problem. „Es sollten jetzt natürlich nicht 50 sein“, betont sie. An Friseure oder andere Dienstleister, die Schnelltests für ihre Kunden bereithalten möchten, würde sie solche Mengen aber grundsätzlich verkaufen. „Dann könnten wir uns auch über den Preis unterhalten“, sagt die Apothekerin, dass sie wohl einen Mengenrabatt geben könnte. Allerdings gibt es ein grundlegendes Problem: „So viele Tests habe ich gar nicht.“ In der Mühlenapotheke wartet man derzeit auf eine zweite Lieferung. Für Normalverbraucher liegen die Kosten pro Test bei 7,95 Euro.

Die Lage im Märkischen Kreis ist wirklich prekär.

Apotheker Dirk Voß

Einen Euro mehr müssen die Kunden bei Dirk Voß in der Bahnhofapotheke bezahlen. Dort kostet ein Test 8,95 Euro. „Wir haben inzwischen reichlich Schnelltests bekommen“, sagt Apotheker Voß. Für größere Nachfragen sei aber auch sein Bestand „immer noch ein bisschen dünn“. Deshalb verkauft Voß maximal vier Tests an Kunden aus einem Haushalt. Auf diese Weise sollen möglichst viele Haushalte die Tests bekommen können, betont der Apotheker.

Die Nachfrage in der Bahnhofapotheke steige momentan, sagt Voß. Der führt das auf die örtliche Infektionslage zurück: „Die Lage im Märkischen Kreis ist wirklich prekär.“ Ausdrücklich lobt er die Menschen, die versuchen durch die Tests Infektionen zu unterbinden. In der kommenden Woche soll die nächste Fuhre der begehrten Tests in der Bahnhofapotheke ankommen. „Dann könnte sich die Lage etwas entspannen“, sagt Voß.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Hinweise zum Kommentieren: Auf come-on.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.


Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.

Netiquette
Hinweis: Kommentieren Sie fair und sachlich! Rassistische, pornografische, menschenverachtende, beleidigende oder gegen die guten Sitten verstoßende Äußerungen sind verboten und werden gelöscht.

Kommentare