Grundschulkinder leben ihre Kreativität aus

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Ein Kletterbaum im Kinderzimmer – so stellen sich die Jungen und Mädchen der Klasse 2b der Grundschule Dahle ihr Traumhaus vor: Finn Grotensohn und Fabienne Blank präsentierten gestern zusammen mit Konrektorin Kyra Leweke eines der insgesamt sieben Werke. ▪

ALTENA ▪ Gibt’s die auch in groß?“ _ Barbara Dienstel-Kümper war schwer begeistert von der Bettwäsche mit Rosenmuster. Sie ist in einer von sieben Puppenstuben zu sehen, die seit einigen Tagen in der Innenstadt präsentiert werden. Gestern eröffnete die Kreisdirektorin die Ausstellung, die die Sonderausstellung „Große Welt in Klein“ auf der Burg und im Drahtmuseum begleitet.

Kinder basteln Puppenstuben – diese Idee stammt von Dr. Agnes Zelck und Bernadette Lange. Die beiden Museumsmitarbeiterinnen fragten bei Altenas Grundschulen an, die im Mühlendorf und Dahle/Evingsen sagten ihre Teilnahme zu. Die „Stube“ – einfache Holzquader mit zwei Räumen – lieferten die Burg-Handwerker, für die Einrichtung sorgten Jungen und Mädchen aus insgesamt fünf Klassen.

Dabei lebten sie ihre Kreativität voll aus, es gibt viel mehr zu sehen als nur das Rosenmuster. Zum Beispiel in der Spiel- und Spaßschule. Drittklässler bauten in den einen Raum ein Klassenzimmer und in den anderen die Turnhalle, alles sehr akribisch und detailgetreu. Und damit die Schule auch komplett ist, gibt es draußen noch den Sportplatz. Manches Detail erschließt sich erst dann, wenn man ganz genau hinguckt – in der „Wohlfühlstube“ zum Beispiel wird das Kreisblatt gelesen.

„Sehr vielgestaltig und kreativ“ seien die Arbeiten, stellt Lange fest. Kyra Leweke, Konrektorin der Grundschule Dahle/Evingsen, sprach von einer tollen Aktion. Es sei spannend, wie unterschiedlich die einzelnen Puppenstuben seien. Die erfahrene Lehrerin berichtete von einer tollen Gemeinschaftserfahrung für die Kinder, die immer wieder an ihren Häusern weitergebaut hätten. Dienstel-Kümper dankte ihr und ihren Kollegen für die Bereitschaft, die Idee des Kreises zu unterstützen. Angesichts des zunehmenden Arbeitsdrucks, der auf den Lehrern laste, sei das nicht selbstverständlich.

Ausgestellt sind die Puppenstuben in den Schaufenstern von Ülle Buschmanns Atelier und des Hauses Lennestraße 33. Eine tolle Idee, wie Leweke meinte – den Grundschulen werde damit auch ein Plenum geschaffen, um auf ihre Arbeit hinzuweisen.

Zur Ausstellungseröffnung waren gestern kleine Delegationen aller beteiligten Klassen gekommen, statt Sekt gab’s Saft und Süßigkeiten. Das ist aber nicht alles: Als Dankeschön für die geleistete Arbeit spendiert der Kreis allen Künstlern freien Eintritt in die Puppenstuben-Ausstellung – Sonderführung inklusive.

Mit „Große Welt in Klein“ hat der Kreis übrigens einen echten Publikumserfolg gelandet: Die Sonderausstellung läuft so gut, dass sie nicht – wie zunächst geplant – in diesem Sommer beendet wird. Der Kreis hat vor wenigen Tagen eine Verlängerung bis Mitte Februar 2014 beschlossen. ▪ Thomas Bender

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