Schüler ans Handwerk heranführen

Sekundarschule Altena: Schulterschluss funktioniert

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Die Leitungen mussten im Verteiler richtig geführt werden.

Altena - Die Kooperation zwischen dem Lüdenscheider Berufskolleg für Technik, der Firma Jungkurth Elektro und 13 verschiedenen Schulen im Märkischen Kreis erreicht jetzt die praktische Phase. Davon konnten sich Vertreter des BKT und der Firma Jungkurth gestern am Standort Nette der Sekundarschule überzeugen.

Acht Schüler des BKT, Fachrichtung Informatik und Elektrotechnik, waren zunächst für eine Theoriestunde in den Klassen 8 und 9 der Sekundarschule zu Gast. Dabei wurde den Sekundarschülern zunächst vermittelt, wie ein einfacher Schaltplan aufgebaut ist. Dann ging es im Werkraum daran, mithilfe dieses Schaltplanes eine Installation aufzubauen, die ein klar definiertes Ziel hatte: Schalter, Rohrschellen mit Leitungen, eine Verteilerdose und ein „Leuchtmittel“ so zu verbinden, dass auf Betätigung des Schalters besagtes Leuchtmittel seinen erhellenden Dienst aufnahm. Das alles geschah auf stabilen „Platinen“ im XXL-Format, die ebenso wie das Material von der Firma Jungkurth gestellt werden.

Die Schüler sind mit den Schaltungen beschäftigt, Vertreter des Berufskollegs und der Firma Elektro Jungkurth sehen ihnen dabei über die Schulter.

„Es ging nach der Theorie gleich in die Praxis. Wir erleben nach der Vertragsunterzeichnung jetzt die eigentliche Geburtsstunde der Kooperation“, freute sich Markus Kretschmer, Kooperationsbeauftragter des Berufskollegs. Der Vertrag, auf dem diese Zusammenarbeit beruht, war im Dezember unterzeichnet worden. Kretschmer bedankte sich ausdrücklich für die finanzielle Unterstützung durch das Altenaer Unternehmen, ohne die ein solches Projekt nicht realisierbar sei.

Chance für junge Leute

„Dieser Schulterschluss ist sehr wichtig für uns. Junge Leute sollen die Gelegenheit bekommen, ins Handwerk zu schnuppern“, betonte Jungkurth-Geschäftsführerin Sabine Jungkurth. Gudrun Reinecke-Bartelt, stellvertretende Schulleiterin, berichtete gestern, dass erste Kontakte zum Elektrounternehmen bereits auf der Berufsorientierungsmesse im Herbst geknüpft worden seien. Thorsten Schmidt, Ausbildungsleiter der Firma Jungkurth, machte darauf aufmerksam, dass den Schülern zwar solide Grundkenntnisse vermittelt werden können, aber natürlich auch auf Sicherheitsanforderungen geachtet werden müsse.

220 Volt

So wurden im Werkraum statt 220 Volt lediglich 9-Volt-Blockbatterien verwendet. „Und niemand sollte auf die Idee kommen, jetzt zuhause das Bügeleisen zu reparieren“, fügte er mit einem Augenzwinkern hinzu.

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