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Sekundarschule geht leer aus: Kritik an Talentschul-Wettbewerb

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Von: Johannes Bonnekoh

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Die Sekundarschule, hier der Standort Nachrodt, wird keine Talentschule. © Keim

Altena/Nachrodt - Die Sekundarschule wird keine Talentschule. Kämmerer Stefan Kemper übt Kritik am Wettbewerb, denn eines ist auffällig bei der Vergabe des Titels.

Beim landesweiten Wettbewerb zur Einrichtung besonders geförderter Talentschulen gingen Altena und Nachrodt-Wiblingwerde leer aus. Beide hatten als Schulträger die Sekundarschule ins Rennen geschickt. 

Stadtkämmerer Stefan Kemper, in dessen Aufgabenbereich der Sektor Schulen fällt, ist enttäuscht. Er erinnert an gemeinsame Sitzungen der Schulausschüsse und das Entwerfen und Zusammenstellen der anspruchsvollen Bewerbungsunterlagen. Das alles kostete viel Zeit und Energie. 

Keine Schule aus Südwestfalen dabei

Er bedauert auch, dass beim im kommenden Schuljahr 2020/21 startenden Schulversuch, „keine einzige Schule aus Südwestfalen berücksichtigt wurde“. Die Jury habe sich ausschließlich für Berufskollegs und Gymnasien aus Ballungsräumen entschieden. 

Der allgemeine Vertreter des Bürgermeisters bringt wenig Verständnis dafür auf, dass der ländliche Raum bei der Entscheidung der Jury „komplett unberücksichtigt blieb“. Natürlich sei es die Angelegenheit der Jury, die richtige Auswahl zu treffen, doch sich nur auf Oberzentren und Großstädte festzulegen, hält er nicht für sinnvoll. 

98 Schulen im Rennen

60 Schulträger hatten landesweit insgesamt 98 Schulen in den Wettbewerb geschickt. 25 dürfen nun die Bezeichnung Talentschule führen. 

Kemper erinnert daran, dass auch die interkommunale Sekundarschule vor besonderen Herausforderungen stehe und im Projekt Talentschule durchaus eine gute Chance gesehen habe, die Entwicklung vor Ort noch besser voranzubringen. 

Mehr Budget für Fortbildungen

Denn wäre die Sekundarschule Altena-Nachrodt-Wiblingwerde zum Zuge gekommen, hätte sie sich über zusätzliches Lehrerpersonal, ein erheblich größeres Fortbildungsbudget und eine fortlaufende Schulentwicklungsberatung freuen dürfen.

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