Seit dem Jahreswechsel: Dahler Dorfmarkt im ehemaligen Schlecker

„DaniS Frischemarkt“ an neuem Standort: Mehr Platz für den Dorfladen

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Daniela Grefe ist durchweg glücklich mit ihrem Umzug in die größeren Geschäftsräume, wo einst der Schlecker-Markt beheimatet war.  

Altena – In den Gängen kann man Walzer tanzen und genau darüber ist Daniela Grefe glücklich, seitdem sie am 2. Januar „DaniS Frischemarkt“ im ehemaligen Schlecker-Ladenlokal in der Dahler Dorfmitte eröffnet hat. „Hier haben wir jetzt viel mehr Platz!“ freut sich die Inhaberin, die mit ihrem Team nur ein Häuschen weiter gezogen ist.

Dass ihr die Kunden treu bleiben würden, damit hatte sie gerechnet, nachdem sie 2016 den Dahler Dorfladen eigenständig übernahm und Pächterin der Genossenschaft wurde, die sich einst dafür einsetzte, dass in Dahle überhaupt noch Nahversorgung stattfinden konnte. „Die Dahler sind mir einfach ans Herz gewachsen“, beschreibt Daniela Grefe ihre Beweggründe, nicht nur im Dorf selbstständig zu sein, sondern auch noch zu vergrößern. 

Zudem ist Lebensmittelhandel „einfach mein Ding“, ergänzt die Geschäftsfrau. Am Eröffnungstag von DaniS Frischemarkt am 2. Januar gab’s nur eine ganz kleine „Nottheke“ mit Frischwurst und Fleischwaren. Die Kühltechnik-Firma hatte sich ursprünglich erst für Mitte des Monats angekündigt, sah aber dann die Notwendigkeit einer flotteren Installation. 

Auch Drogerie-Artikel noch verfügbar

„Wir haben dann bei Schnabel angerufen und prompt ein größeres Wurst- und Frischfleischsortiment bekommen“, schildert Daniela Grefe erleichtert. Jene Theke befindet sich genau dort, wo sie auch vor über einem Jahrzehnt im alten Lebensmittelgeschäft von Matthias Grefe gestanden hat. Daniela Grefe hat dort auch noch eingekauft, als sie einst nach Dahle zog. Später war sie Kundin in der Schlecker-Filiale. Doch mit dem Untergang des Drogerie-Riesens war es an der Hauptstraße 31 für lange Zeit ganz still geworden.

Die Kundschaft genießt den Bummel durch die Regale.

Ein paar Drogerie-Artikel hat Daniela Grefe natürlich mit aufgenommen ins Sortiment - nicht aus nostalgischen Gründen, sondern weil die Laufkundschaft auch Zugriff auf Toilettenpapier und Zahnpasta haben soll. 

„Wir bieten hier die Dinge des täglichen Bedarfs an. Und wollen auch ein Treffpunkt sein für die Dorfgemeinschaft.“ Das ist mit einer Lounge-Ecke gelungen. Die ist in knalligem Grün gehalten. 

Dort können die Kunden Kaffee trinken und demnächst auch ein Stück Kuchen aus dem Tagesangebot naschen. „So können wir auch unser Obst verwerten, das nicht mehr perfekt in der Verkaufstheke aussieht“, erklärt Daniela Grefe. 

"Deshalb kaufe ich hier und nicht woanders"

Kundin Katharina Miß ist begeistert und freut sich über Daniela Grefes Entscheidung zur Vergrößerung: „Ich gehöre ja auch dem Dahler Qualitätsring an und habe mich dafür eingesetzt, dass wir in Dahle so einen Laden bekommen. Deshalb kaufe ich hier und nicht woanders“, erklärt sie beim Einpacken ihres Einkaufs an der Kasse. 2011 wurde eigens eine Genossenschaft gegründet, um die Lebensmittel-Nahversorgung im Dorf gewährleisten zu können. 

Der Run auf die Anteile war immens: Innerhalb kürzester Zeit fanden sich 330 Anteilseigner, die den Grundstock für Pacht, Ladeneinrichtung und Warenausstattung lieferten. Kurz darauf wurde der Dorfladen gegründet, den Daniela Grefe 2016 eigenständig übernahm. „Vorher hatte ich schon zwei Jahre dort gearbeitet und dabei festgestellt, dass das meine Berufung ist.“ 

Entsprechend gute Zustimmung fand Daniela Grefes Entscheidung, als die Genossenschaft der Geschäftsübergabe ihr Okay geben musste: Eine große Mehrheit zeigte sich im März 2016 sehr glücklich darüber, den Laden in gute Hände geben zu können.

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