Grundschüler gehen wieder zur Schule, aber Bildungsschere klafft weiter auseinander

Länderregelungen für die Sommerferien
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Länderregelungen für die Sommerferien

Altena/Nachrodt-Wiblingwerde – Es sind immer die einfachsten Ideen, die ungewöhnliche Erfolge haben: Und so wurde kurzerhand der Schulhof am Breitenhagen in eine A und eine B-Zone unterteilt. Dazu gibt es versetzte Pausenzeiten zwischen 9.30 und 10.50 Uhr, sodass sich die Erst- bis Viertklässler so gut wie gar nicht über den Weg laufen.

 Entsprechend entspannt ist auch Schulleiter Jörg Schlüter. „Es gibt keine besonderen Vorkommnisse“, erzählt er schmunzelnd von der ersten Woche, in der alle 156 Mädchen wieder die Schule besuchen. Auch in Nachrodt und Wiblingwerde ist die Organisation rund um das Thema Abstandsregelungen augenscheinlich so gut gelöst, dass Schulleiterin Carsta Coenen große Zufriedenheit ausstrahlen kann. 

Verschiedene Unterrichts-Anfangszeiten und drei Schulhof-Plätze gibt es in Nachrodt. „Wir haben auch Wartezonen eingerichtet“, erzählt Carsta Coenen. Kommen beispielsweise Kinder aus der 3a, wissen sie, wo sie hinmüssen. Das gilt auch für den Grundschulstandort Wiblingwerde. Die Kinder haben sich offensichtlich sehr schnell mit den Regeln angefreundet. „Sie sind einfach froh, dass sie ihre Klassenkameraden wieder sehen“, weiß Carsta Coenen.

 Und auch Jörg Schlüter ist stolz auf seine Schützlinge: „Sie halten sich auch nach wie vor an den Mund-Nase-Schutz, den sie brauchen, wenn sie durchs Gebäude gehen. Da ist der Abstand nämlich nicht immer gewährleistet.“ Elf von zwölf Lehrern kommen zum Präsenzunterricht am Breitenhagen. Sie staunen auch darüber, wie viel die Kinder im Homeschooling gelernt haben. „Einige sind davongeeilt, sind besonders gut gefördert worden. Andere sind nicht auf dem Stand der Dinge. Die Schere ist durch Corona etwas weiter auseinandergegangen“, sagt Jörg Schlüter.

 In der Doppelgemeinde fehlen vier Lehrkräfte, die ein Beschäftigungsverbot haben. „Aber sie haben andere Aufgaben übertragen bekommen“, so Schulleiterin Carsta Coenen. 14 Lehrkräfte sind vor Ort in den Klassen. Wenn am kommenden Freitag die Viertklässler verabschiedet werden, soll es trotz aller Vorsichtsmaßnamen eine kleine Party auf dem Schulhof geben. „Wir haben uns ein paar Überraschungen überlegt. Es kann zwar keinen Abschied in normalen Maße geben, aber trotz aller Skepsis und Vorsicht soll es etwas Besonderes für die Kinder werden“, verspricht die Nachrodt-Wiblingwerder Schulleiterin. Eltern können übrigens außerhalb des Schulhofes zuschauen.

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