Caritas verabschiedet nach 39 Jahren Dorothea Stadermann aus dem Dienst

Sehr persönliche Feier für Leiterin der Erziehungsberatung in Altena

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Caritasdirektor Hans-Werner Wolff (mit Manuskript) dankte Dorothea Stadermann (rechts) für ihre fast 40-jährige Tätigkeit in den Diensten der Caritas.

Altena - „Leinen los! Volle Kraft, Dorothea!“ – Stimmgewaltig sang ein Chor, bestehend aus allen Mitarbeitern der Caritasberatungsstelle an der Werdohler Straße 3, ein Abschiedslied auf eine bekannte Santiano-Melodie.

Besonders der Bass tat sich dabei hervor – Caritasdirektor Hans-Werner Wolff. Er intonierte immer passend: „Volle Fahrt!, Dorothea“. Dieses Ständchen war emotionaler Höhepunkt der Verabschiedung von Dorothea Stadermann durch den Caritasverband für das Kreisdekanat Altena-Lüdenscheid. Dort hatte die Leiterin der Erziehungsberatungsstelle seit dem 15. Juni 1977 gearbeitet. 

„Ich habe nach dem Studium nur eine Bewerbung und ein Vorstellungsgespräch gehabt“, bekannte sie nach Dankesworten von Kollegen, Caritas-Leitung und Weggefährten gerührt. Heute könne sie im Rückblick „auf fast 40 Berufsjahre sagen, ich war stets zufrieden und das Arbeiten hat Spaß gemacht“. 

1977 bei der Caritas gestartet

Besonders dankte Dorothea Stadermann gestern ihren Kolleginnen und Kollegen. „Ohne euch hätte das sicherlich nicht so gut geklappt und funktioniert all die Jahre.“ Als sie 1977 startete, fand sie keine Idealbedingungen vor, erinnerte Hans-Jürgen Wolff. „Es gab Ärger mit den Kommunen über die Finanzierung und eine Beteiligung an der inhaltlichen Arbeit und die Konkurrenz zu einem anderen Wohlfahrtsverband.“ Humorvoll fügte er an, dass unsere Zeitung in diesem Zusammenhang damals titelte: „Ein Hauch von Kulturkampf.“ 

In seinem Rückblick und in seiner Danksagung erinnerte er an die Eröffnung der Beratungsstellen in Altena, Werdohl, Neuenrade und Plettenberg. Hinzu sei die stete Sensibilisierung der Erziehenden, sich bei Problemen in der Familie Rat zu holen, gekommen. „Dorothea Stadermann hat sich engagiert dem allen gestellt, war unter anderem Mitglied in vielen ,Runden Tischen’ der Lenne-Kommunen zu Themen wie ,Frühe Hilfe’ und ,Kindeswohlgefährdung’.“ 

"Leute, ich schaff' das"

Weil Stadermann mit ihrem Mann eine maritime Vorliebe hat, war das Abschiedsgeschenk entsprechend. Wolff: „Sie wagen sich seit vielen Jahren auf’s Wasser. Wir schenken ihnen dazu einige Anregungen für künftige Reisen und einen Appetitanreger.“ Stadermann selbst meinte abschließend, Erzieherinnen im Kindergarten werde immer geraten, den Abschied von Kindern kurz zu gestalten. Das wolle sie heute auch so halten. „Leute, ich schaff’ das. Ihr müsst mich nicht trösten!“

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