Baugesellschaft stellt Abbruchpläne für 2013 vor

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An der Feldstraße wurde jetzt mit dem Abbruch eines weiteren Baugesellschaftshauses begonnen. Drei unterhalb gelegene Gebäude sollen 2013 ebenfalls fallen. ▪

ALTENA ▪ Weiter geht’s mit den Abbrüchen im Bestand der Altenaer Baugesellschaft (ABG) – zurzeit fällt das Haus Feldstraße 59. „Wir werden uns aus dem Bereich komplett zurückziehen“, kündigte ABG-Vorstand Joachim Effertz gestern an.

Konkret bedeutet das, dass am Hegenscheider Weg in naher Zukunft weitere Abbrüche anstehen – die Häuserzeile Hegenscheider Weg 50 bis 54 wird verschwinden. Die entsprechenden Beschlüsse hat vor Weihnachten der Aufsichtsrat gefasst, die Mieter sind bereits informiert. Sie werden in den nächsten Wochen ihre Kündigung erhalten, gleichzeitig wird ihnen die Baugesellschaft neue Wohnungen anbieten. Der Abbruch soll im Laufe des Jahres 2013 erfolgen.

Das Haus Feldstraße 61 wird anschließend etwas verlassen auf der von der ABG geräumten Fläche stehen. Es wurde vor geraumer Zeit an einen Privatmann verkauft, kann also nicht abgerissen werden.

Die Abbrüche im Mühlendorf muss die ABG komplett aus eigener Tasche bezahlen. Am Breitenhagen sieht das anders aus: Er ist „Stadtumbaugebiet“ – diese förmliche Festlegung ermöglicht es der ABG, für die weiteren, noch anstehenden Abbrüche Landesmittel zu beantragen. 2013 sollen mit Hilfe solcher Zuschüsse die Häuser Wilhelmsstraße 51, 56 und 58 fallen.

Die Grundstücke, die an Feldstraße und Hegenscheider Weg frei wurden, will Effertz vermarkten – er lobt die Lage zwischen Bach und Waldrand und glaubt, dass eine Bebauung mit Eigenheimen denkbar wäre.

Anders sieht das am Breitenhagen aus – dort sollen die frei werdenden Grundstücke zunächst einmal nur bepflanzt werden. „Wir sind dabei, ein Gesamtkonzept für den Breitenhagen zu entwickeln“, kündigte Effertz gestern an.

Gut 700 Wohnungen hat die ABG am Breitenhagen, der damit ihr wichtigster Bestand ist – aber auch der mit den größten Problemen, wie die hohe Leerstandsquote zeigt. Gemeinsam mit der Stadt und dem Planungsbüro ASS soll nun überlegt werden, wie der Stadtteil aufgewertet werden kann.

Dazu seien sicher auch Veränderungen am Bestand erforderlich, sagt Effertz und verweist auf Probleme wie nicht barrierefreie Hauszugänge. Es müsse auch darüber nachgedacht werden, ob im Bestand neue und zeitgemäße Wohnformen wie zum Beispiel Alten-WGs verwirklicht werden könnten. ▪ Thomas Bender

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