10 000 Euro Mehrausgaben

Schwimmkurse für Kinder: SPD-Vorstoß scheitert an vielen Lücken

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Kinder-Schwimmkurs (Symbolbild).

Altena - Der Änderungs-Antrag der SPD, zusätzlich 10 000 Euro für das Projekt „Schwimmen für alle Kinder“ in den Haushalt 2020 aufzunehmen, ist gescheitert. Dass das nicht krachend geschah, lag überwiegend an der Moderation von Bürgermeister Dr. Andreas Hollstein (CDU) im Hauptausschuss.

Hollsteins Kompromiss-Vorschlag: Weil sowohl der Ausschuss als auch die dortigen Parteisprecher die Zielrichtung des SPD-Antrages nicht infrage stellten, verpflichtete sich die Verwaltung, für das Haushaltsjahr 2021 Gespräche mit Vereinen und dem Stadtsportverband zu führen, um das SPD-Anliegen in die Tat umzusetzen.

Die SPD agierte in dieser Sache von Anfang an unglücklich. Präsentierte ihr Sprecher im Sportausschuss bei den Etatberatungen zuerst einen noch nicht mit der Fraktion abgestimmten Antrag, den er dann zurückzog, wurde es noch peinlicher. Die Sozialdemokraten legten sich auf nur einen Schwimmverein in der Stadt fest, der ihre Idee umsetzen – und damit das Geld der Stadt erhalten – sollte.

Es gibt aber stadtweit drei Vereine, die sich seit vielen Jahren um die Ausbildung von Kindern kümmern, die Schwimmen lernen möchten. Das wurde im neuen Antrag verändert: Jetzt nennt die SPD ausdrücklich alle drei Schwimmvereine. Die SPD-Hinweise zu möglichen Fördertöpfen, um die 10 000 Euro Mehrausgaben gegenfinanzieren zu können, waren allesamt Rohrkrepierer. Von „Antragsfrist abgelaufen“ bis „Zuschüsse müssten Vereine selbst beantragen“, spannte sich der Bogen.

Oliver Held, Bündnis 90/Die Grünen, wies zudem auf die bereits praktizierten und von ihm als „konsequente Schwimmförderung aller Schulen“ bezeichneten Initiativen zum Schwimmen hin. Er berichtete, dass alle Familien von Nichtschwimmer-Kindern an Grund- und weiterführenden Schulen angeschrieben würden, damit die Kinder freiwillig am kostenlosen Schwimmunterricht teilnehmen können.

Damit war alles gesagt. SPD-Fraktionschef Lutz Vormann zog den Antrag erneut zurück und sagte in Richtung Kollegen und Hollstein schlicht: „Vielen Dank.“

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