Hilfreiche Spende der Sparkasse

Kulturring auf der Suche nach neuen Wegen

Burg Holtzbrinck
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Die sanierte Burg Holtzbrinck hat in diesem Jahr nicht viele Veranstaltungen gesehen.

Wie es 2021 weitergeht mit der Kultur, steht völlig in den Sternen. Für das erste Quartal hat der Kulturring zwar noch ein Programm. Zumindest die für Januar geplanten Termine werde er aber wohl absagen müssen, fürchtet Kulturring-Geschäftsführer Wolfgang Noack.

Altena – In der Sparkassen-Hauptstelle am Markaner traf er sich mit Sparkassen-Vorstand Kai Hagen und Geschäftsbereichsleiter Holger Wolf, um eine Spende entgegenzunehmen. Auch in diesem Jahr unterstützt das Geldinstitut die Arbeit des Kulturrings mit 5000 Euro.

Auf den ersten Blick erscheint das widersinnig, fielen doch im Jahr 2020 die meisten Veranstaltungen aus. Trotzdem könne er das Geld gut gebrauchen, betonte Noack. Nicht nur Corona, sondern auch der demografische Wandel führe zu erheblichen Umbrüchen. Mit der Folge, dass die Besucherzahlen in den vergangenen fünf Jahren kontinuierlich gesunken seien. „Ziel muss es jetzt sein, das Interesse auch der Jüngeren zu wecken“, sagte Noack.

Terminplanung kaum möglich

Das Problem dabei: Eine Planung für 2021 ist faktisch nicht möglich. „Es gibt Agenturen, die nehmen für nächstes Jahr überhaupt keine Termine an“, weiß der Kulturring-Geschäftsführer. Hinzu kommt, dass Künstler knapp werden: Weil ihnen die Einnahmen komplett wegbrachen, hätten sich viele umorientieren müssen, um über die Runden zu kommen, weiß Noack. Wer jetzt beispielsweise als Lehrer oder in der Pflege arbeite, der habe kaum Gelegenheit, ein neues Programm einzustudieren.

Gedanken macht sich Noack auch darüber, wie er die Kultur in Corona-Zeiten unters Volk bekommt. Vielleicht könne man Veranstaltungen als Livestream im Internet übertragen, überlegt er, sieht dabei aber rechtliche Probleme.

Denkbar ist es in seinen Augen aber auf jeden Fall, Veranstaltungen vom großen Saal der Burg Holtzbrinck auch auf Bildschirme in den anderen Räumen der Veranstaltungsstätte zu übertragen, um auch bei Einhaltung der AHA-Regeln möglichst vielen Menschen die Möglichkeit zu bieten, Kultur zu erleben. Noack schwebt vor, diese Variante beispielsweise bei einer Veranstaltung der beliebten Reihe „Altenaer Ursprünge“ auszuprobieren.

Der Kultur gezielt helfen

Die 5000 Euro, die die Sparkasse dem Kulturring zur Verfügung stellte, stammen aus der Sparlotterie, die das Unternehmen als „clevere Kombination aus Gutes tun und was zur Seite legen“ bezeichnet. Ein Los kostet sechs Euro. Davon wandern 4,80 Euro aufs Sparbuch, 90 Cent wandern in die Lotterie, bei der Sach- und Geldpreise im Wert von bis zu 100 000 Euro ausgelost werden. 30 Cent gehen an gemeinnützige Organisationen wie zum Beispiel den Kulturring.

„Mit unserer Spende helfen wir ganz gezielt, denn nur dank ehrenamtlicher Kulturarbeit kann das Leistungsspektrum auch in Zukunft erhalten bleiben. Wir müssen aufpassen, dass aufgrund der Corona-Pandemie Kultur nicht irgendwann verschwunden ist“, betonte Kai Hagen.

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