„Projekt für Generationen“

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Ein Container vor der früheren Firma Bierbach ist nur die „Spitze des Eisbergs“. Die Entrümpelung geht weiter.

Altena - Auf dem Gelände der ehemaligen Firma Bierbach nahe der großen Schwarzenstein-Industriebrache wird kräftig gearbeitet. Nach außen hin ist davon jedoch nicht viel zusehen – das Gebäude wird derzeit entrümpelt.

Und es ist viel zu tun dort. Stadtplaner Roland Balkenhol berichtet, dass jetzt bereits der zweite Container mit einem Fassungsvermögen von immerhin 40 Kubikmetern befüllt wird. Befüllt mit Unmengen alter Unterlagen in Aktenordnern. „Auf vier Etagen, also bis auf den Spitzboden, haben wir weit über 1000 dieser Ordner gefunden - die müssen weg.“

Es geht dabei in erster Linie um die Reduzierung der sogenannten Brandlasten - die alten Papiere würden einem eventuellen Brand mehr als reichlich Nahrung liefern. Also steht zunächst einmal die Gefahrenabwehr auf der Tagesordnung.

Als neuer Eigentümer, zumal der öffentlichen Hand, sieht man sich natürlich in der Verpflichtung. Balkenhol hat deshalb ein Auge auf den Bierbach-Bau. Die zur Werdohler Straße liegende Gebäudewand weise eine Neigung auf; akute Einsturzgefahr sei aber nicht gegeben. Dennoch heißt es, eine Zwischenlösung wie eine Fassadensicherung mache dort keinen Sinn.

Jedenfalls: „Wir reden zur Zeit überhaupt nicht über eine Neubebauung“, stellt Balkenhol klar. Dazu sei es einfach noch zu früh.

Ohnehin müsse man sich zu allererst auf den Abriss der Altbebauung und die mögliche Sanierung von Schwarzenstein-Flächen konzentrieren, die kontaminiert sein dürften. Doch auch hier sei noch nichts konkret.

Zur Erinnerung: Die Stadt ist erst seit Januar Eigentümer der Flächen – und das Areal ist riesig. Es geht um eine Fläche von immerhin 40 000 Quadratmetern und etliche Gebäude, von denen die meisten, wenn nicht alle, baufällig sein dürften.

So bezeichnet der Stadtplaner dann auch den Umgang mit dem Schwarzenstein als „Generationenaufgabe“. Wohl zehn Jahre werde es dauern, bis man über Neubauten auf dem Gelände reden werde. Möglicherweise mit einem Augenzwinkern fügt Balkenhol noch hinzu: „Wer es schneller will, der muss Geld und Personal stellen.“

Anwohner der unmittelbaren Umgebung wollen unterdessen Anzeichen dafür ausgemacht haben, dass sich im Falle der ehemaligen Gießerei wohl schon bald doch etwas tut – ein Abriss nämlich. Die Stadt habe im Bereich des alten Industriegebäudes etliche Bäume fällen lassen. Einem Interessenten, so ist zu hören, gehe es um den „Rheinischen Klinker“, der dort verbaut wurde.

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