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So geht es an der Altenaer Schwarzenstein-Brache weiter

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Von: Thomas Bender

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Die alte Schwarzenstein-Brache soll in Zukunft der Erholung dienen - ein weiter Weg.
Die alte Schwarzenstein-Brache soll in Zukunft der Erholung dienen - ein weiter Weg. © Schröder

Altena – Camping, Gastro, Tiny Houses, Co-Working: Zur Erholung soll die Schwarzenstein-Brache genutzt werden. Doch bis dahin ist noch viel zu tun.

Nach dem Ausschuss für Stadtentwicklung beschäftigte sich jetzt auch der Rat mit der Schwarzenstein-Brache. Die Politiker sahen Pläne, die Stadtplaner Roland Balkenhol als noch sehr vorläufig bezeichnete: „Wir haben sie mit Symbolen gefüllt und noch nicht wirklich mit Inhalten.“ 

Klar ist immerhin, dass die Fläche in erster Linie zur Freizeitgestaltung genutzt werden soll. Die konkrete Gestaltung sei wohl Sache des nächsten Rates, sagte Bürgermeister Dr. Andreas Hollstein. 

Bevor am Schwarzenstein Neues entstehen kann, muss erst einmal geklärt werden, was aus dem Alten wird. Darum ging es am Montag: Bis zum 30. September muss ein Förderantrag auf den Weg gebracht werden, damit sich das Land finanziell an „vorbereitenden Untersuchungen“ beteiligt. Entsprechende Gespräche seien in Düsseldorf schon geführt worden, sagte Hollstein: „Im Ministerium hat man sehr viel Wohlwollen signalisiert.“ 

Schnelle Fortschritte kann die Verwaltung trotzdem nicht versprechen. Zwei Jahre werden wohl ins Land ziehen, bis das Areal gründlich untersucht ist. Dabei geht es auch um die naheliegenden Fragen von Altlasten und darum, welche Gebäude womöglich stehen bleiben können.

Massive Rostschäden gibt es an der VDM-Brücke.
Massive Rostschäden gibt es an der VDM-Brücke. © Bender

 Balkenhol sprach das ehemalige VDM-Verwaltungsgebäude an: Dort könnten womöglich neue Wohn- und Arbeitsformen, wie das so genannte Co-Working, ausprobiert werden. Dabei werden Arbeitsplätze und Infrastruktur (Netzwerk, Drucker, Scanner, Fax, Telefon, Beamer, Besprechungsräume) zeitlich befristet zur Verfügung gestellt. 

Auf jeden Fall erhalten werden soll die Brücke, die das VDM-Werk mit der ehemaligen Gießerei verbindet. Ob deren imposanter Dachstuhl aus Stahlträgern tatsächlich teilweise erhalten werden kann, wie es eine Skizze vorsieht, ist offen: Die Rostschäden seien teilweise erheblich, sagte Balkenhol. Die Stadt hofft auf eine Förderung im Rahmen der Regionale 2025. 

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So könnte die Brücke künftig aussehen.

Dazu müsste etwas entstehen, das nicht nur für Altena von Bedeutung ist. Hollstein wies darauf hin, dass der überregionale Radweg Lenneroute nach seiner Fertigstellung durch das Gelände führen wird. Es biete sich an, dort auch Angebote für Rad-Touristen zu planen. Gedacht ist an Wohnmobilstellplätze, Schlafmöglichkeiten in sogenannten Tiny Houses und gastronomische Angebote.  Natürlich sollen auch Spielplätze entstehen und Zugänge zur Lenne geschaffen werden. 

Die Stadt hat aus dem Nachlass des verstorbenen Unternehmers Chafik Itani nicht nur die Schwarzenstein-Brache, sondern auch die ehemalige Firma Bierbach übernommen. 

Eigentlich sollte dieses Jahr noch mit deren Abbruch begonnen werden – aber daraus wird wohl nichts: Die vorbereitenden Untersuchungen hätten doppelt so lange gedauert wie erwartet, sagte Balkenhol. Auf solche Aufgaben spezialisierte Büros seien momentan völlig ausgelastet.

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