Schutt vom Burgaufzug wandert ins Buchholz

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Lkw-weise wird der Abbraum aus der Burgaufzugs-Baustelle zum Buchholz gefahren.

ALTENA - Knochentrocken und blitzsauber – für die Deponie ist das Gestein, das zurzeit aus dem Burgberg geholt wird, viel zu schade. Dort landet es auch nicht, sondern es wird für Anschüttungen verwendet. Eine davon kann man im Buchholz bestaunen.

Im Viertelstundentakt fahren Lastwagen der Firma Homann rückwärts die Buchholzstraße hoch – anders ist die scharfe Kurve zum Lissingsiepen für die Fahrer nicht zu schaffen. Dort, also an der untersten Straße des Viertels, werden die Steine abgeladen.

Dafür gibt es zwei Gründe: Zum einen wird der steile Hang oberhalb der B 236 mit dem Material so aufgefüllt, dass oben eine ebene Fläche entsteht. Die Eigentümer – meist auch Besitzer der Einfamilienhäuser auf der anderen Straßenseite – wollten dort Abstellflächen und Carports für ihre Autos schaffen, erklärte Roland Balkenhol vom Bauamt am Dienstag auf Anfrage. Er hat die für die Anschüttungen erforderliche Baugenehmigung erteilt und hat nichts gegen die Verwendung des „Bergeguts“ (so der Fachbegriff) einzuwenden. Es handele sich schließlich um einwandfreies, unbelastetetes Material.

Der zweite positive Effekt der Ablagerungen ist, dass es viel leiser wird am Lissingsiepen. Dadurch, dass die Böschung zur Bundesstraße steiler wird, wird der Schall über die Häuser geleitet – vom Fahrzeugverkehr auf der Bundesstraße werden die Anwohner der Straße zukünftig also weit weniger belästigt als bisher.

Der Tiefbauunternehmer Peter Homann, der für die Feldhaus-Gruppe den Abtransport des Gerölls übernimmt, hat neben dieser Fläche noch andere, wo er das Material sinnvoll wiederverwerten kann. Er mache das von der Beschaffenheit abhängig, verriet er am Dienstag. Beobachter des Baustellenverkehrs wissen: Nach links, also in Richtung Buchholz, biegen die LKW mit eher kleinteiligem Material ab. Richtig große Brocken werden in Richtung Nachrodt gefahren.

von Thomas Bender

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