SPD: Kein Platz mehr für Kay Kürschner

Kay Kürscher, SPD: Die Partei stellt ihm den Stuhl vor die Tür.

ALTENA - Zwei Mal hat Kay Kürschner, SPD, in den vergangenen Legislaturperioden vergeblich versucht, Bürgermeister der Stadt Altena zu werden. Zwei Mal stand er als Spitzenkandidat mit in der Verantwortung für desaströse Wahlergebnisse.

Jetzt hat ihm die Partei den Stuhl vor die Tür gestellt. „Es ist richtig, dass der Vorstand des SPD-Ortsvereins Kay Kürschner nicht mehr für eine Ratskandidatur nomminiert hat“, so Lutz Vormann. „Weiter gebe ich keinen Kommen tar“, sagte der Ortsvereins-Chef, der aber, so ließ er durchblicken, durchaus mit „breiter Brust“ in die Kandidaten-Kür für die Kommmunalwahl geht.

Sie findet am Donnerstag, 13. Februar, ab 19 Uhr im Restaurant Haus Lennestein, Werdohler Straße, statt. Die SPD der Burgstadt werde fünf neue Bewerber innerhalb der 16 Wahlbezirke um Wählerstimmen ins Rennen schicken. Der von der Bundespartei verordnete Frauenanteil werde gewahrt. Man sei in der glücklichen Lage, über so viel kompetentes und qualifiziertes Personal zu verfügen, dass auch der Pool der Sachkundigen Bürger bestückt sei, hieß es.

Lutz Vormann nahm noch einmal Stellung zur Schulsituation in der Stadt. Der SPD-Ortsverein warte die Stellungnahmen aus den Schulkonferenzen der Grundschulen Mühlendorf und Evingsen-Dahle ab. Gäbe es Interesse an jahrgangsübergreifendem Unterricht, „werden wir versuchen, den Schulstandort Evingsen doch noch zu retten und dafür kämpfen.“

Damit geht der SPD-Ortsvereinschef auf Konfrontationskurs zu seiner Fraktionsvorsitzenden im Rat der Stadt. Irmgard Ibrom hatte nach der mehrheitlichen Abstimmung für die Auflösung des Teilstandortes am Montag, 10. Februar, auf mehrfache Nachfrage von Bürgermeister Dr. Andreas Hollstein erklärt, diesen Beschluss auch nach einem möglichen SPD-Wahlsieg am 25. Mai nicht kippen zu wollen.

Insbesondere Bündnis-90-Grünen-Sprecher Oliver Held hatte in der Debatte – wie zuvor im Schulausschuss in der vergangenen Woche Mittwoch, 5. Februar, festgestellt, die SPD Altena sei sich nicht einig. Was die Ratsfraktion beschließe und abstimme, kippe der Ortsverband um. Dabei hatte er Ibrom noch einmal ausdrücklich darauf aufmerksam gemacht, dass sie und ihre Parteifreunde mit der Zustimmung zur Fortschreibung des Stärkungspakt-Projektes die Schulschließung mitgetragen hätten.

von Johannes Bonnekoh

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