Planung für 4. Klasse stand schon 

Schulöffnung: Mit Abiturienten schon Erfahrung gesammelt

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Altena  - Die Planung für die Viertklässler stand bereits, als Jörg Schlüter, Schulleiter der Grundschule Breitenhagen, am Donnerstagnachmittag neue Informationen bekam. 

Nicht nur die Viertklässler sollen bald, ab dem 7. Mai, wieder zur Schule kommen, sondern auch alle anderen Schüler – und zwar in einem rotierenden System ab dem 11. Mai. So lautet der Vorschlag aus NRW. Letztlich entscheiden aber Bund und Land erst am kommenden Mittwoch, 6. Mai, über den weiteren Fahrplan.

Die Klassenräume sind bereits vorbereitet, sodass bis zu zehn Kindern unterrichtet werden können. Die zwei vierten Klassen wurden in insgesamt vier Lerngruppen von acht und neun Schülern aufgeteilt und ein Stundenplan wurde erstellt. „Wir werden diese Planungen für die vierten Klassen nun auch auf die übrigen Schüler ausweiten“, sagt Jörg Schlüter.

Mehrere Modelle können für die übrigen Jahrgänge in Erwägung gezogen werden. Am Montag werde er sich mit einer Kollegen-Gruppe zusammensetzen, am Dienstag soll es in einer Videokonferenz ein Ergebnis geben, dann werden die Eltern informiert.

Generell bedeutet ein rotierendes System, dass sich die Schülergruppen mit dem Präsenzunterricht abwechseln und auch weiterhin zuhause lernen. „Mit unserer fortgeschrittenen Planung nur für die ältesten Schüler haben wir einfach zu viel geplant“, sagt Jörg Schlüter im Blick auf die neuen Infos. Findet aber nicht, dass das umsonst war.

Am Donnerstag ging es nur um die Grundschulen und die Primarstufen der Förderschulen und nicht um Pläne für weiterführende Schulen wie das Burggymnasium. „Wir haben noch keine offiziellen Informationen. Dennoch haben wir schon einige Gedankenspiele angestellt“, sagt Schulleiter Ulrich Holtkemper. Denn er geht davon aus, dass am 7. Mai auch die älteren Schüler seiner Schule, die im kommenden Jahr ihren Abschluss machen, wieder kommen dürfen und in der Folgewoche auch die übrigen Schüler im Wechsel. „Die Planung, wie wir das organisieren könnten, steht. Wir warten noch auf die Informationen vom Land“, sagt Hans-Ulrich Holtkemper.

In einer Konferenz mit seinen Kollegen wurde zum Beispiel darüber diskutiert, welche Fächer wichtig sind, auch vor dem Hintergrund, dass so wenige Raumwechsel wie möglich stattfinden sollen. Die Einteilung der Klassen in kleinere Gruppen übernehmen die Klassenlehrer.

Auch dazu, wie eine versetze Pause stattfinden könnte, gibt es Überlegungen. Da das Gymnasium über weitläufige Pausenbereiche und Schulhöfe verfügt, könnten zum Beispiel drei Gruppen gleichzeitig an drei verschiedenen Stellen Pause machen. „Wir haben den Vorteil, dass wir für die Abiturienten schon alles Organisatorische vorbereitet haben und nun darauf bauen können“, erklärt der Schulleiter.

Aber ändert sich für das Lernen der Schüler wirklich so viel, wenn sie dann doch nur vielleicht einmal in der Woche die Schule bis zu den Sommerferien aufsuchen können? Schon, findet der Schulleiter. „Es ändert sich in soweit etwas, dass die Schüler Fragen stellen können zu dem, was im Unterricht gemacht wird“, sagt Hans-Ulrich Holtkemper. Zudem hätten manche Schüler nicht die Möglichkeit, zuhause in Ruhe lernen zu können. Einige hätten vielleicht auch Fragen zum Homeschooling oder möchten mit den Pädagogen über ihre Sorgen und Nöte sprechen. „Und die Schüler erleben ein Stück weit wieder etwas Normalität“, sagt er.

Dass die jüngeren Schüler der 5. und 6. Jahrgangsstufe Probleme haben, die Corona-Regeln einzuhalten, glaubt er weniger. Auch das sei Thema in der Lehrerkonferenz gewesen. Ein Großteil sei der Meinung, dass die Jüngeren es wahrscheinlich sogar besser hinbekommen als die älteren.

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