Schulleitung stoppt die Playback-Show

Auch die Polizei musste am Freitagabend an der Realschule anrücken. - Symbolfoto

ALTENA - Nach den Vorfällen von Freitagabend hat die Schulleitung der Richard-Schirrmann-Realschule die „Playback-Show“ auf Eis gelegt. „Es wird die Veranstaltung in dieser Form nicht mehr geben“, sagt Schulleiter Heribert Hertel. Er macht zugleich klar, dass jetzt intensiv nach einem neuen, tragfähigen Konzept gesucht werde. Den Schülern wollte man schließlich kurzweilige Veranstaltungen wie diese weiterhin bieten. „Aber wir können es auch nicht zulassen, dass Störer unseren Schulalltag bestimmen.“

Es war am Rande der Playback-Show zu zwei Vorfällen gekommen, die massive Störungen zur Folge hatten. Eine ehemalige Schülerin hatte sich so stark betrunken, dass ein Notarztwagen anrücken musste. Zum zweiten war es zu einer Prügelei zwischen zwei jugendlichen Besuchern gekommen, in deren Verlauf einer der Kontrahenten eine Platzwunde an der Lippe davontrug.

Heribert Hertel zeigte sich erschrocken, wie die Störer – überwiegend schulfremde Besucher oder ehemalige Schüler – auf das Eingreifen von Polizei und Ordnungsamt reagiert hatten. „Diese Qualität der Gewalt war neu“, so der Schulleiter. Einer der Randalierer habe sogar zu einem abgeschlagenen Flaschenhals gegriffen.

Hertel stellt sich eine Frage: „Warum kommen die hier hin?“ Für die Veranstaltung sei nicht öffentlich geworben worden. Zudem sei die Playback-Show ein Programm für die Klassen 5 bis 7; die Störer jedoch seien zwischen 15 und 20 Jahre alt gewesen, mithin das falsche Publikum. - tk

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