Schullandschaft verändert sich

Schullandschaft verändert sich

Viel Geld hat die Stadt in den vergangenen Jahren in die Hauptschule gesteckt. Jetzt wird sie geschlossen. - Foto: Archiv

Altena - Der Ausschuss für Schule, Sport und Kultur hat in seiner Sitzung am Montag, 17. November, nicht nur den Etat beraten, sondern sich vor allem auch Gedanken über zukünftige Schullandschaft gemacht. Er traf Entscheidungen sowohl zur Haupt- als auch zur Förderschule.

Letztere wird im Sommer nächsten Jahres aus der Trägerschaft der Stadt entlassen, um dann als Teil einer Verbundschule unter der Regie des Märkischen Kreises weitergeführt zu werden. Heißt also: Es wird in Altena auch weiterhin eine Schule geben, in der Schüler mit besonderen Problemstellungen speziell gefördert werden.

Von „großer Erleichterung“ unter Eltern, Lehrern und den älteren Schülern sprach die kommissarische Schulleiterin Ilse Clever. Die Zukunftsangst sei angesichts der drohenden Schließung groß gewesen. Grundsätzlich sei es positiv, dass die Vereinbarung mit dem Kreis darauf abziele, die Schülerzahl zu erhöhen – das bringe aber auch eine „deutliche Änderung der Zusammensetzung der Schülerschaft“ mit sich, heißt es in einer Stellungnahme der Schulkonferenz.

Die Schule werde sich zu einer mit dem Förderschwerpunkt emotionale und soziale Entwicklung entwickeln, was Probleme mit sich bringen könne. Clever bat in diesem Zusammenhang darum, bestehende Netzwerke (sie nannte die gute Zusammenarbeit mit den anderen Schulen, aber auch dem Jugendamt und der Polizei) beizubehalten, was von der Verwaltung zugesagt wurde. „Selbstverständlich“ sei es, dass die Stadt auch alles daran setzen werde, den Ruf der Schule zu verbessern, sagte Hollstein. Von der Schule gewünschte räumliche Verbesserungen etwa für den Ganztagsunterricht fielen allerdings nicht mehr in die Verantwortung der Stadt, dafür müsse der Kreis sorgen.

Die Entscheidung zur Abgabe der Förderschule an den Kreis fiel ebenso einstimmig wie die, die Hauptschule im kommenden Schuljahr noch fortzuführen. Von einer „Notlösung“ sprach in diesem Zusammenhang der zuständige Schulrat Winfried Becker. Es sei eigentlich nicht möglich, mit den dann noch vorhandenen Lehrern den gesamten Fächerkanon abzudecken. Schule und Schulaufsicht würden alles in ihrer Macht stehende tun, um trotzdem eine gute Ausbildung der Schüler zu ermöglichen, versprach er.

Für die SPD fragte Reiner Kemmerling an, ob es bereits Pläne für die weitere Nutzung des Schulgebäudes gebe. Was die Turnhalle angehe, so suche eine Arbeitsgruppe unter der Regie von Wolfgang Wilbers gemeinsam mit den Rahmeder Vereinen nach einer Lösung, antwortete der Bürgermeister. „Ideen“ über die Nutzung der übrigen Gebäude gebe es zwar, sie seien aber noch nicht spruchreif. - ben.-

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