Schulfrei wegen Coronavirus: Kitas und Schulen völlig überrascht - aus diesem Grund

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Gähnende Leere herrscht auf dem Schulhof des BGA.

Altena/Nachrodt-Wiblingwerde – Kitas und Schulen in beiden Kommunen sind überrascht: So hätten sie sich den ersten schulfreien tag nicht vorgestellt.

Entspannt ist die Lage in den Schulen und Kindertagesstätten: Die Eltern zeigten Verständnis für die Schließung und kümmerten sich rechtzeitig um eine Betreuung der Kinder. 

In der Awo-Kita Zauberland in der Heimecke waren gestern nur drei Kinder in einer Mini-Gruppe untergebracht. Die ministerielle Entscheidung zur Schließung sei richtig gewesen, sagt Leiterin Angelika Opderbeck. „Aber es wäre schon besser gewesen, wenn wir das nicht erst am Freitagnachmittag erfahren hätten.“ 

Man sei auch ohne regulären Betrieb beschäftigt und habe mit dem Schreiben von Berichten und der Aufstellung von Förderplänen genug zu tun. Zum Personaleinsatz auf mittlere Sicht lasse sich aber noch nichts sagen. 

Weil an der Kindertagesstätte St. Katharina auf dem Breitenhagen ein Konzeptionstag angesetzt war, waren am Montag ohnehin keine Kinder im Haus. Die Eltern hätten sich recht entspannt gezeigt. Den Konzeptionstag nutze man, um das weitere Vorgehen abzustecken, berichtet Sonja Siebel. 

Ob es im Kindergarten St. Matthäus an der Lindenstraße zur Einrichtung einer Notgruppe kommt, sei offen, berichtet Leiterin Martina Hochstein. Es geht dort um zwei Kinder, „aber eine Mutter hat schon eine Alternative“. 

„Wir haben einen Notfallplan erstellt und alle Eltern informiert“, sagt Claudia Calitri-Voss, Leiterin des Kindergartens in Evingsen. Für eine Notfallbetreuung kommen in der Einrichtung im Schatten der Kirche vier bis sechs Kinder in Frage. Insgesamt haben dort 52 Mädchen und Jungen einen Platz. 

„Die Eltern sind recht entspannt“, berichtet auch Karin Haarmann aus dem Kindergarten Fibs an der Bachstraße in Nachrodt. Sie konnten dank einer eigenen Kita-Info-App sehr zügig informiert werden. „Ab Mittwoch wissen wir mehr“, so Haarmann zur Frage, ob eine Notbetreuung eingerichtet werden wird. 

Es geht offenbar ohne Großeltern: Diese Erfahrungen machten die Grundschulen Altena (mit Zweigstandort Dahle) und die Grundschule Breitenhagen. Während im Mühlendorf nur ein einziges Kind erschien, waren es am Breitenhagen drei Mädchen und Jungen. 

Daraus schließen die beiden Rektoren Wolfgang Wilbers und Jörg Schlüter, dass sie weder heute noch am Mittwoch eine Betreuung anbieten müssen. 

Ähnliches Bild am Burggymnasium (BGA): Auch dort gab es null Nachfrage. „Wir standen vor der Situation, dass kein Kind erschienen ist“, sagte Oberstudiendirektor Hans-Ulrich Holtkemper. 

Einzig die jungen Leute, die nach Ostern ihre Abi-Prüfung vor der Brust haben, kamen in die Schule. Immerhin 117 Personen stellen sich der Reifeprüfung. Die Q2-Schüler tauschten sich mit ihren Lehrkräften aus und informierten sich im Detail, was sie noch für die Abi-Prüfungen büffeln sollen. 

Holtkemper und sein Kollegium werden nach dem morgigen Mittwoch, an dem die landesweite Übergangsfrist endet, auch keine Betreuung anbieten. Das war zunächst angedacht worden. 

Am BGA haben allerdings alle Lehrer ihren Schülern Lernportale im Netz genannt, auf denen sie Lehrmaterial finden, das sie sich selbstständig zu Hause erarbeiten können. Das sei durchaus sinnvoll, meinte Holtkemper und fügte an, dass es auch von Lehrern ausgearbeitete Aufgaben gibt, die den Kindern zugeleitet werden. „Jeder Schüler verfügt über einen personifizierten Zugang zu unserem Intranet mit eigenem Mail-Zugang. Eine Online-Aufgabenstellung ist so kein Problem.

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