Evingsen: 2018 soll Schule auslaufen

Lehrer, Eltern, Schulpflegschaft und interessierte Evingser verfolgten die Sitzung. Foto: Bonnekoh

ALTENA -  Der Schulausschuss empfahl am Mittwochabend, 5. Februar, dem Rat gegen drei SPD-Stimmen und die eines Sachkundigen Bürgers, den bestehenden Grundschulverbund Dahle-Evingsen „sukzessive“ aufzulösen. Damit würden im Sommer 2018 die letzten Grundschüler den Teilstandort Evingsen verlassen.

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Dahle würde als selbständiger und gleichberechtigter Teilstandort ein Teil des dann neu zu gründenden Schulverbundes mit der Mühlendorf-Grundschule. Für diese neue Schulform sollte dann ein neuer Name gefunden werden und beide Partner auf Augenhöhe zusammenarbeiten.

Einem solchen Beschluss, sollte ihn der Rat am Montag treffen, würde sich auch die Schulkonferenz Dahle-Evingsen anschließen. Sie hatte dem Gremium eine Empfehlung zugeleitet, die sie am Mittwoch formuliert hatte. Ausdrücklich hatten dabei Eltern und Lehrer noch keine Entscheidung in Sachen Einführung eines „jahrgangsübergreifenden Unterrichtes“ getroffen. Der war ja bekanntlich von der SPD als „rettender Strohhalm“ für die weitere Beibehaltung des Standortes Evingsen als eine Möglichkeit angeführt worden.

Schulrätin Sabine Stahl machte am Mittwoch noch einmal deutlich, dass sie nicht grundsätzlich gegen diese Unterrichtsform ist. Aber aus rein organistorischen Gründen, um ein Gebäude zu retten, könne sie das als Schulaufsicht nicht mittragen. Dahinter müsse stets ein tragbares Konzept stehen und die Motivation von Lehrern und Eltern, die Schularbeit noch weiter qualitativ zu verbessern.

Scharfe Angriffe auf die Vertreter der SPD

Die gestrige Sitzung war geprägt von scharfen Angriffen auf die Vertreter der SPD, denen insbesondere Oliver Held, Bündnis 90/Die Grünen und Uwe Scholz (CDU), vorhielten, sich bis jetzt offenbar nicht intensiv und inhaltlich in einer „zerstrittenen Partei“ mit der Gesamt-Problematik befasst zu haben. „Sie haben sich bisher nichts als verweigert.“ Held, aber auch Scholz, bezogen sich in ihren Beiträgen auf die monatelange und sehr intensive „Koalitionsarbeit der Vernunft“ von CDU, Grünen, SDA und FDP. Die SPD habe hier von Anfang nicht mitgezogen, sich auch später nicht einmal informiert. Dafür könnte er auch Irmgard Ibrom als SPD-Fraktionsvorsitzende kein Fleißkärtchen ausstellen, so Held bissig. -von Johannes Bonnekoh

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