Bei den Evingser Schützen geht eine Ära zu Ende

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Friedhelm Winkel (l.) übergab den Vorsitz beim Evingser Schützenverein an André Schneider (r.).

ALTENA ▪ Kurz verlor der sonst immer akkurate Friedhelm Winkel die Fassung. Der Vorsitzende des Schützenvereins Evingsen gab am Freitag während der Jahreshauptversammlung des Vereins bekannt, nicht wieder für das Amt zu kandidieren.

Die 92 anwesenden Schützen dankten dem 58-Jährigen mit lang anhaltendem stehendem Applaus. 20 Jahre hatte Winkel dem Verein vorgestanden. Zu seinem Nachfolger wählten die Evingser André Schneider.

Schriftführer Dirk Radix hatte zuvor auf die Amtszeit Winkels zurückgeblickt und dabei er nicht mit Lob gespart. „Du hattest den Verein immer fest im Griff, hast den Diskussionen in den Sitzungen gewissen Spielraum gelassen, aber dann, wenn es sein musste, mit Sachlichkeit und Fairness, aber auch Vehemenz durchgegriffen.“ Eine Ära gehe damit für den Verein zu Ende, erklärte Radix. „Es ist auch dein Verdienst, dass der Schützenverein mit seinen knapp 920 Mitgliedern im Umkreis seinesgleichen sucht“, so Radix.

Friedhelm Winkel dankte seinen Schützenbrüdern für die Unterstützung in den vergangenen Jahren. „Ich komme nachher zu euch“, so Winkel, der aber auch darum bat, das neue Vorstandsteam mit allen Kräften zu unterstützen.

Es gab einige weitere personelle Veränderungen im Schützenvorstand. Für den bereits im vergangenen Jahr ausgeschiedenen 2. Vorsitzenden Dirk Voswinkel rückte Thomas Junker nach. Auch Adjutant Peter Hesse stellte sich nicht für eine weitere Amtszeit zur Verfügung. Zu seinem Nachfolger wählten die Schützen Carsten Gluth.

„Eigentlich müsste grün-weißer Rauch aufsteigen“, scherzte Hauptmann Reinhard Gerdes, als er später weitere Veränderungen im erweiterten Vorstand des Vereins bekanntgab. So verabschiedete Gerdes den Platzoffizier Frank Buschsieper, Jungschützenführer Matthias Klinke, die langjährigen Fahnenträger Manfred Herbert und Michael Scherff sowie Artillerie-Offizier Ulrich Brandt. Neue Fahnenträger wurden Robert Freitag und Mirko Gerdes. Pascal Hoinka ist neuer Jungschützenführer. So oft wie am Freitag erscholl wohl selten das dreifache „Horrido“ im Evingser Schützenheim.

Zuvor hatte Friedhelm Winkel seinen letzten Jahresbericht verlesen. Natürlich nahm darin das Schützenfest 2012 den größten Raum ein. Sein Dank galt allen, die zum Gelingen des Festes beigetragen hatten. „Das war unserer 34. Fest in ununterbrochener Reihenfolge nach 1951. Darauf können wir stolz sein“, so Winkel. Anschließend verlas Rechnungsführer Stefan Langemann den Kassenbericht. Er zog ein positives Fazit, „und das trotz der größeren Investition in unsere Heizungsanlage im Schützenheim“. Langemann wurde im folgenden Wahlmarathon in seinem Amt bestätigt. Nach der einstimmigen Entlastung des Vorstands wählten die Vereinsmitglieder Tom Junker zum neuen Kassenprüfer.

Unter dem Punkt Verschiedenes berichtete Friedhelm Winkel, der die Versammlung noch bis zum Ende leitete, von Verhandlungen mit der Gema. „Wir sind guter Hoffnung, dass die geplanten Tarifänderungen nicht durchgeführt werden“, so Winkel. Des Weiteren erinnerte Winkel an einige Termine in diesem Jahr. So findet am 30. März das Osterfeuer der TS Evingsen auf dem Schützenplatz statt. Am 6. und 7. Juli heißt es „1001 Nacht“. Ebenfalls auf dem Schützenplatz findet dann die Urteilsvollstreckung des Femegerichtes für den 3. Zug des Vereins statt. Ende August reist eine Abordnung von bis zu 40 Evingsern ins norwegische Koppang. Dazu findet am 24. März ab 17 Uhr noch ein Infotreffen im Gasthaus „Inne Schledde“ statt.

Im abschließenden Gespräch mit unserer Zeitung zeigten sich der neue und alte Vorsitzende des Evingser Schützenvereins zufrieden mit der Neuaufstellung des Vorstandsteams. „Sie werden gemeinsam an der Geschichte des Schützenvereins weiter arbeiten“, sagte Winkel. André Schneider betonte: „Wir wollen es gemeinsam anpacken.“

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