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Schützenfest in Evingsen erneut verschoben 

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Von: Jona Wiechowski

Die Evingser Schützen haben das Fest ein weiteres Mal verschoben.
Die Evingser Schützen haben das Fest ein weiteres Mal verschoben. © Hornemann

Schlechte Nachrichten für die Evingser Schützen: Sie müssen noch ein Jahr länger auf das große Fest zum 150-Jährigen warten. Der Verein verschiebt das Schützenfest zum zweiten Mal wegen Corona. Dennoch wird 2022 gefeiert.

Altena – Auch im nächsten Jahr fällt das Schützenfest in Evingsen aus. Das hat der Vorsitzende des Evingser Schützenvereins, André Schneider, bei der Jahreshauptversammlung verkündet. Stattdessen wird es eine Jubiläums-Party zum 150-jährigen Bestehen des Vereins geben. 2023 soll das Jubiläums-Schützenfest dann groß nachgeholt werden – mit Programm über vier Tage.

„Uns ist die Entscheidung nicht leicht gefallen“, betonte Schneider. Normalerweise wäre jetzt schon alles festgezurrt worden für das Jubiläums-Schützenfest 2022. Doch die Unsicherheit wegen des Coronavirus’ sei weiterhin zu groß. Die Event-Branche fahre aktuell erst langsam wieder hoch, sagte der Vorsitzende und sprach von „großen Fragezeichen“.

Durch Corona: Thekenpersonal schwer zu finden

Eine wichtige Aufgabe sei es aktuell, einen neuen Zeltwirt zu finden, nachdem der alte den Schützen „aus betrieblichen Gründen“ habe absagen müssen. Schneider bliebt aber optimistisch: „Wir sind auf einem guten Weg.“

Ungewiss sei derzeit auch, ob es genug Thekenpersonal gibt. Viele Mitarbeiter arbeiteten aktuell in Impf- oder Testzentren. Ob diese nächstes Jahr noch geöffnet hätten und was für Auswirkungen das auf Veranstaltungen habe, lasse sich noch nicht richtig abschätzen. Unter diesen Voraussetzungen sei die Planung für ein Jubiläums-Schützenfest 2022, das über vier Tage steigen soll, einfach nicht möglich, so Schneider. Die Evingser hatten das Fest bereits einmal verschoben.

Party im Zelt 2022

Gefeiert werden soll im Jubiläumsjahr trotzdem – mit einer Party auf dem Schützenplatz am Samstag und Sonntag, 23. und 24. Juli. „Kein König, kein Schießen, kein Umzug: Es ist kein Schützenfest“, verdeutlichte Schneider auf Nachfrage eines Mitglieds, dass das Programm anders sein wird. Dennoch soll Schützenfest-Stimmung aufkommen: „Wir laden alle Kapellen und Spielmannszüge ein“, erklärte er. Der Samstagabend soll mit einer Party im Zelt enden. Am Sonntag stehe ein Frühschoppen an.

Dass die Evingser Lust auf Schützenfest und Gemeinschaft haben, wurde sehr deutlich. „Ich bin einfach nur traurig“, war von einem Mitglied nach der Absage des Festes 2022 zu hören. Kleiner Hoffnungsschimmer: Die Evingser können - wenn es Corona zulässt - im nächsten Jahr groß mit der Friedrich-Wilhelms-Gesellschaft feiern, die das große Altenaer Schützenfest von 2021 auf 2022 verschoben hat.

Mehr als 90 Schützen bei der Versammlung

Mit 90 Mitgliedern war die Jahreshauptversammlung überaus gut besucht. „Sonst ist gut ein Drittel weniger gekommen“, blickte Schneider im Gespräch auf die vergangenen Jahre zurück. Die Doppel-Jahreshauptversammlung, die die Jahre 2019 und 2020 abfeierte und erstmals unter freiem Himmel stattfand, ging reibungslos über die Bühne. Alle Schützen mussten sich in Listen eintragen. Masken mussten aber nicht getragen werden.

Die Jahresberichte hat Schriftführer Thomas Becker vorgetragen. Erst blickte er auf 2019, dann auf das wenig veranstaltungsreiche 2020. Höhepunkt war für viele die Ehrungsveranstaltung im Juli 2020 auf dem Schützenplatz, wo spontan das Feme-Gericht aufgetreten war. Becker ging auch auf die erste digitale Vorstandssitzung in der fast 150-jährigen Geschichte des Evingser Schützenvereins ein, die es in der Corona-Zeit gab.

Platzkonzert im Regen: Schützen packen an

Zügig konnten die Schützen die Wahlen abhaken. Dem Vorsitzenden André Schneider sprachen sie wieder ihr Vertrauen aus, ebenso Adjutant Carsten Gluth. Nach zwölf Jahren wurde Rechnungsführer Stefan Langemann aus dem Vorstand verabschiedet. Mit einem dreifachen, lautstarken Horrido wurde ihm gedankt. Ihm folgt nun Olaf Köster.

Platzkonzert des Tambourscorps Dahle
Platzkonzert des Tambourcorps Dahle © Jona Wiechowski

Der eineinhalbstündigen Versammlung schloss sich ein Platzkonzert an. Eingeladen hatten die Schützen den Tambourcorps Dahle sowie den Musikzug Versetal. Kaum hatten die Dahler angefangen, ihr zweites Stück zu spielen, setzte Regen ein. Erst ein bisschen. Dann schüttete es wie aus Eimern. Doch den Musikern machte das nichts aus, spielten sie doch kurzerhand unter einem Baum weiter. Ausgezahlt hat sich, dass die Schützen schnell mehrere Pavillons griffbereit hatten und innerhalb weniger Minuten aufbauen konnten.

Die Musiker konnten schließlich im Trockenen spielen und die Schützen den Klängen mit Dach über dem Kopf lauschen. „Wir hatten am Morgen noch überlegt, ob wir die Pavillons aufstellen”, sagte der Vorsitzende später. Keine Wolke sei zunächst am Himmel gewesen, also habe man sich dagegen entschieden. Alle Infos und Entwicklungen zu Coorona im MK esen Sie in unserem News-Blog.

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