Neuer Kugelfang für Altenaer Schützen

Ihn gibt es nur noch als Archivbild: Am Wochenende hat die THW-Jugend den alten Kugelfang „Am Sande“ abgerissen. Neue Erlasse machen einen kompletten Neubau erforderlich.

Altena - „Ich weiß gar nicht, wie kleinere Vereine das stemmen“ – Klaus Hesse, Hauptmann der Altenaer Schützen, staunt über den hohen Aufwand, den Gesetzesänderungen für Deutschlands Schützenvereine mit sich bringen.

Von Thomas Bender

Die Diskussionen um die Sicherheit beim Königsschießen währt schon seit Jahren, inzwischen liegen entsprechende Verordnungen vor. Die habe er „bestimmt 20-mal gelesen, aber nicht verstanden“, sagt Hesse – gut, dass in der Friedrich-Wilhelms-Gesellschaft eine Kommission gibt, die sich unter Leitung von Hendrik Bierwirth mit dem Problem beschäftigt hat. Den Schützen war danach schnell klar: Im Alleingang geht da gar nichts, professionelle Hilfe war erforderlich.

Also musste sich als nächstes das Architekturbüro kkw mit der Schießstandverordnung beschäftigen und einen regelkonformen Kugelfang planen. Den entsprechenden Bauantrag prüfte nicht etwa das Bauamt, sondern die Kreispolizeibehörde – ein Verfahren, das viel länger als gedacht gedauert hat. Immerhin liegt die Baugenehmigung inzwischen vor, die Arbeiten können beginnen.

Oder besser: Sie haben bereits begonnen. Am Samstag, 4. Oktober, nämlich war „Am Sande“, wo die Schützen schießen, das THW im Einsatz – im steilen Fels oberhalb der Lenne brach die Jugend der Hilfsorganisation im Rahmen einer kleinen Übung den alten Kugelfang ab.

„Wir sind dem THW für diese Unterstützung wirklich sehr, sehr dankbar“, sagte Hesse gestern. Wie alt der Kugelfang war, konnte er nicht sagen: „Den gab’s schon immer und passiert ist nie was“.

An die Stelle der Holzkonstruktion tritt nun eine überaus massive: Aus Stahlbeton, mit Stahl und Holz ausgekleidet – so hat nach Vorstellungen des Bundes ein sicherer Kugelfang auszusehen. Damit kommt zunächst das Bauunternehmen Bernsau zum Zuge, das im Fels die Betonarbeiten vornehmen muss. Die Metallauskleidung besorgt dann die Firma Pilling, für die Holzarbeiten ist schließlich am Ende „Adlerbauer“ Harte zuständig.

 

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