Riesenproblem zum Schulstart

B236 gesperrt - keine Ausnahme für Busse: Hunderte Schüler kommen nicht zum Gymnasium

Damit Rettungsfahrzeuge durchkommen, gibt es fernsteuerbare Schranken. Die sind natürlich üblicherweise geschlossen
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Damit Rettungsfahrzeuge durchkommen, gibt es fernsteuerbare Schranken. Die sind natürlich üblicherweise geschlossen.

Die Ausgangslage ist sehr vertrackt: Die Bundesstraße 236 durch das Lennetal ist dicht, eine Alternativstrecke über den Kohlberg bei Neuenrade wird möglicherweise doch noch nicht zur Verfügung stehen, und eine Sperrung des Höhenwegs (L655) bei Werdohl steht schon auf dem Terminkalender. Nicht zu vergessen, gewissermaßen das Tüpfelchen auf dem i: Bahnverkehr findet nicht statt.

Altena – Für das Burggymnasium bedeutete das: 150 Schüler aus Werdohl – und weitere 150 aus Neuenrade – wussten nicht, wie sie die Burgstadt und damit ihre Schule erreichen sollen. Es drohen extralange Fahrzeiten. Eine klare Meinung dazu vertrat und vertritt Schulleiter Hans Ulrich Holtkemper: „Einen Schulweg von 1,5 oder zwei Stunden – für eine Fahrt – das halte ich nicht für zumutbar.“ Holtkemper hoffte auf eine Lösung buchstäblich in letzter Minute.

Die Eltern hat er gebeten, die Kinder zumindest am Donnerstag und Freitag auf ganz normalen Wegen in die Schule zu schicken. Auf mögliche Verspätungen der Schüler sei man dabei im Kollegium eingestellt. Auf diese Weise gewinne man ein klares Bild vom Ist-Zustand.

MVG: „Riesenproblem“

MVG-Pressesprecher Jochen Sulies sprach von einem „Riesenproblem.“

Straßen-NRW hatte sich dagegen gesperrt, die Schulbusse trotz der Sperrung der B236 per Sonderregelung durchfahren zu lassen. Verworfen wurde zudem eine Idee, mit einem Bus an die Baustelle heranzufahren, die Schüler aussteigen zu lassen und an der anderen Seite der Baustelle mit einem zweiten Bus wieder aufzunehmen.

Zum Thema Schülertransport gab es am Montagnachmittag zwar eine lange Videokonferenz, aber noch keine Lösung. Also wird es am Dienstag eine Fortsetzung geben müssen, denn man möchte den Schulleiter mit ins Boot holen.

Eine große Schwierigkeit habe sich abgezeichnet, berichtet Bürgermeister Uwe Kober als Teilnehmer der Unterredung: Es sei äußerst schwierig, an Busse kommen. Das gleiche gelte für das fahrende Personal. Man habe auch im weiten Umkreis gesucht, aber eine kurzfristige Lösung sei nicht in Sicht. Schulbeginn ist am Mittwoch.

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