Schrottplatz-Gelände an Stadt verkauft

Schrottplatz ist verkauft, die Bahn setzte neue Masten für die Oberleitung. Foto: Bonnekoh

ALTENA - „Ich bin der Stadt Altena gerne entgegen gekommen. Der Verkauf des Schrottplatz-Geländes hinter dem Bahnhof ist perfekt“, sagte auf Anfrage Diplom-Kaufmann Horst Nimmermann.

Von  Johannes Bonnekoh

Der Altenaer betreibt an der Bahnhofstraße – direkt im Anschluss an den Bahnhof – bekanntlich einen Schrotthandel. „Ich gehe nicht mit der Flöte und einem Fahrzeug auf Alt-Metall-Sammlung“, flachste der Kaufmann. „Wir entsorgen Altmetalle aus der heimischen Industrie.“ Das Geschäft laufe entsprechend gut und er genieße mit seinem Unternehmen auch Bestandsschutz.

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Warum Nimmermann das erwähnt? „Frühestens im Jahr 2017“, so sagte er auf Anfrage, „benötigt die Stadt im Rahmen der Umgestaltung des Bahnhofsgeländes und der Anlegung des Lenneparks das Grundstück.“ Bis dahin laufe sein Geschäftsbetrieb erst einmal völlig normal weiter. Auch dann gehe es in einem ersten Schritt nur um eine Art Zipfel des jetzt veräußerten Grundstücks, so dass Nimmermann seinen Betrieb noch einige Jahre weiter laufen lassen kann. Wie lange, dazu machte der Diplom-Kaufmann keine genauen Angaben.

Er habe jetzt verkauft, weil Altena dank Fördermitteln über die nötigen Geldmittel verfüge. Niemand wisse ja bekanntlich, wie lange solche Töpfe Bestand hätten.

Dass sich am Bahnhof beziehungsweise dem alten Bahnhofsgebäude selbst ebenfalls etwas tut, hat unsere Zeitung mehrfach berichtet. Wie die Provinzial-Agentur Kraus, Opitz und Partner ihren Geschäftskunden zum Jahreswechsel mitteilte, verzögert sich ihr Umzug vom bisherigen Stammhaus in den ehemaligen Bahnhof um einige Wochen. Allerdings wird mit Hochdruck weiter an der Herrichtung der neuen Geschäftsstelle des Unternehmens gearbeitet.

„Die Bahn räumt das Feld“ – titelte unsere Zeitung am 13. August des vergangenen Jahres. Gemeint war der Abbau von Masten für die Oberleitungen zwischen Bahnhofsgelände und Schrottplatz Nimmermann. Die bisher hier stehenden so genannten Abspannmasten stammten noch aus einer Zeit, in der deutlich mehr Gleise auf dem Bahnhofsgelände installiert waren als heute. Sie standen fast am Abhang zum Flussufer und wurden nicht mehr benötigt. Sie standen damit auch dem Projekt Lennepark buchstäblich im Weg und sollten „noch im Winter weichen.“

Die Bahn hat mittlerweile Wort gehalten, fast alle historischen Abspannmasten sind bereits abgebaut. Auf Grund der günstigen Witterung konnten bereits viele neue Fundamente für die Ersatzmasten gegossen werden, die optisch deutlich näher an die Gleise heran gerückt sind und so das Querfeld deutlich verschmälern. Die Montage erfolgte im Tag- und Nachtbetrieb.

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