1. come-on.de
  2. Lennetal
  3. Altena

Schreckliche Nachricht: THW-Chef Frank Herbel unerwartet gestorben

Erstellt:

Von: Thomas Bender

Kommentare

Frank Herbel, der den Ortsverband Altena des THW anführte, ist völlig unerwartet gestorben.
Frank Herbel, der den Ortsverband Altena des THW anführte, ist völlig unerwartet gestorben. © Johannes Bonnekoh

Die schreckliche Nachricht verbreitete sich wie ein Lauffeuer: Frank Herbel ist tot. Der Mitfünfziger wurde nach einem internistischen Notfall in eine Klinik in Münster geflogen, wo die Ärzte ihm aber nicht mehr helfen konnten.

Altena – Frank Herbel und das THW Altena – stets wurde das in einem Atemzug genannt. Aus gutem Grund: Schon sein Vater Ernst-Wilhelm gehörte der Hilfsorganisation an, war jahrelang deren Ortsbeauftragter und begeisterte seinen Sohn für dieses Ehrenamt. 2003 übernahm Frank Herbel die Führung des Ortsverbands und entwickelte mit viel Geschick das weiter, was sein Vater aufgebaut hatte.

Ärmel hochkrempeln, pragmatische Lösungen finden – das zeichnete ihn besonders aus. Man denke nur an die vom THW gebaute provisorische Fußgängerbrücke am Markaner, die sozusagen die Vorläuferin der jetzigen Brücke war.

Rückblick: THW-Chef Frank Herbel unerwartet gestorben

Frank Herbel war ein großer Freund der Jugend. Der Vater von drei Töchtern sorgte dafür, dass die THW-Jugend in der Burgstadt zu einer festen Größe wurde. „Machen lassen“ lautete dabei die Devise – es sei dann „toll, was die Jugendlichen alles aus sich heraus leisten“.

Nebenbei sorgt diese Jugend auch für Leben in der THW-Unterkunft am Brachtenbecker Weg. Der Umzug in diesen Neubau gehört ebenfalls zu den Höhepunkten seiner Karriere im Ehrenamt.

Weniger erfolgreich war ein Vorhaben im Jahr 2020. Damals trat Herbel als parteiloser Bürgermeisterkandidat an. Auch im Kommunalwahlkampf lag sein Fokus auf der Jugend, unter anderem regte er den Umzug des Jugendzentrums in den Lennepark an. Die Wähler honorierten solche Ideen nicht, Herbel holte nur 6,4 Prozent der Stimmen.

Beileidsbekundungen im Internet zeigen, dass die Nachricht von Herbels Tod über Altenas Stadtgrenzen hinaus für Betroffenheit sorgt – zum Beispiel bei benachbarten THW-Ortsgruppen oder auch bei seinen Arbeitskollegen bei Erco.

Auch interessant

Kommentare