Kinderfeuerwehr dürfte Erfolgsmodell werden

Bei der Jahresdienstbesprechung beglückwünschte Georg Würth vom Feuerwehrverband des Märkischen Kreises die Altenaer Wehr zu ihrer Entscheidung, eine Kinderfeuerwehr ins Leben zu rufen.

Altena - Das wird eine spannende Sache, da ist sich Alexander Grass sicher. Nachdem er im Bekanntenkreis von Überlegungen zur Gründung einer Kinderfeuerwehr berichtet hatte, bekam er am nächsten Tag unerwartet Besuch.

Es klingelte, und vor der Tür stand ein Fünfjähriger. „Ich möchte in die Kinderfeuerwehr“, sagte der junge Mann, und Alexander Grass fackelte nicht lange. Er schrieb kurzerhand einen improvisierten Aufnahmeantrag und hatte das erste Mitglied rekrutiert. Mittlerweile gibt es sogar schon sieben Anmeldungen zu einer Gruppe, die erst am 2. September offiziell ins Leben gerufen wird.

Das Datum ist aus gutem Grund gewählt worden, berichtet der Stadtbrandinspektor weiter, denn an diesem Tag wird das 25-jährige Bestehen der Jugendfeuerwehr gefeiert werden. Ein idealer Anlass also, eine neue Altersschicht in die Feuerwehr einzuziehen. Die Kinderfeuerwehr richtet sich gezielt an die Altersgruppe der Sechs- bis Zehnjährigen. „Spielerisch und kindgerecht“ soll die Begegnung mit dem Brandschutzwesen vermittelt werden. Um welche Inhalte es gehen wird, das ist intern schon festgelegt worden und wird dem angehenden Feuerwehrnachwuchs einiges an Spaß und Abwechslung vermitteln.

Teamtrainings soll es geben, aber auch mal einen Basteltag oder man wird gemeinsam Feuerwehrautos kennenlernen und auch mal leichte Übungen mit dem Feuerwehrschlauch absolvieren. Bis zu 20 Mädchen und Jungen soll die neue Kinderfeuerwehr aufnehmen. Grass und seine Mitstreiter sind im Übrigen zuversichtlich, dass das Angebot recht schnell „ausgebucht“ sein wird – dann werde man Wartelisten anlegen. „Erfahrungsgemäß geht das recht schnell“, weiß der Stadtbrandinspektor aus anderen Städten, die diesen Weg bereits gegangen sind. Die erste Kinderfeuerwehr gab es seinerzeit in Kierspe. Mittlerweile gibt es auch Gruppen in Menden und Lüdenscheid. Altena sichert sich also noch einen Platz unter den Pionieren.

Ein eigenes Logo hat die Kinderfeuerwehr schon. Derzeit stellen die Verantwortlichen so etwas wie eine Uniform zusammen.

Es gehe auch um Nachwuchsförderung, aber ebenso darum, den Junioren soziale Kompetenzen zu vermitteln und die Brandschutzerziehung zu erweitern. Die Kinderfeuerwehr wird von Kai Spelsberg, Anna Katharina Denkhaus und Fabian Fäsing geleitet werden. Kai Spelsberg ist Ansprechpartner für Eltern, die ihren Nachwuchs anmelden wollen. Weitere Informationen gibt es auf der Internetseite www.feuerwehr-altena.de.

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