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Schon jetzt 100 Wohngeld-Anträge: Stadt schafft neue Stelle

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Von: Jona Wiechowski

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Mit dem Wohngeld-Plus-Gesetz des Bundes, das Anfang des Jahres in Kraft getreten ist, haben mehr Menschen als zuvor Zuspruch auf Zuschüsse zur Miete. Auch in Altena gehen die Zahlen immer weiter nach oben.
Mit dem Wohngeld-Plus-Gesetz des Bundes, das Anfang des Jahres in Kraft getreten ist, haben mehr Menschen als zuvor Zuspruch auf Zuschüsse zur Miete. Auch in Altena gehen die Zahlen immer weiter nach oben. © DPA

Die Zahl der Wohngeldanträge geht aktuell auch in der Burgstadt durch die Decke. Um die alle abarbeiten zu können, will die Stadt Altena eine neue Stelle schaffen.

Die Nachricht wurde im Ausschuss für Soziales, Generationen und Familie bekannt gegeben.

Die Zahl der Wohngeldempfänger ist in den vergangenen Jahren massiv angestiegen. Mit jeder Reform kämen Menschen dazu, die berechtigt seien, erklärte Anke Nawenberg aus der Abteilung Soziales, Jugend und Familie in der Altenaer Verwaltung. Waren es 2019 noch 263 Menschen, bezogen 2022 schon 698 Personen Wohngeld. Und in diesem Jahr werden es wahrscheinlich noch mehr: Allein den ersten zwei Wochen des neuen Jahres hätten bereits 100 Menschen einen Antrag gestellt, sagte Nawenberg. „75 Prozent davon sind komplett neue Anträge“, hieß es am Montag in der Sitzung des Ausschusses für Soziales, Generationen und Familie, der im großen Sitzungssaal des Rathauses tagte. Durch das Wohngeld-Plus-Gesetz des Bundes, das Anfang des Jahres in Kraft getreten ist, haben mehr Menschen als zuvor Anspruch auf Zuschüsse zur Miete. In Nordrhein-Westfalen, so heißt es, steigt die Zahl der wohngeldberechtigten Haushalte von rund 160 000 auf voraussichtlich rund 480 000 Haushalte an

Es kommt zu Verzögerungen

Wie berichtet, kommt es bei den Anträgen aktuell zu Verzögerungen. Grund sei, dass die technischen Voraussetzungen für die Auszahlung des neuen Wohngelds durch das Land noch nicht geschaffen seien. Frühestens im April könne damit gerechnet werden, hatte Abteilungsleiterin Agnes Goniwiecha bereits vergangene Woche im Gespräch mit unserer Zeitung eine entsprechende Verlautbarung aus dem Scharrenbach-Ministerium zitiert. Gestellt werden können die Anträge allerdings schon heute.

Im Altenaer Sozialamt sind für die Wohngeldanträge zwei Mitarbeiterinnen zuständig, die dies jeweils zur Hälfte machen. Das reiche nicht, weil die Betroffenen auch umfangreich beraten werden müssten, so Goniwiecha. Deswegen ist im Stellenplan eine weitere Vollzeitstelle vorgesehen, hieß es in den Mitteilungen des Ausschusses am Montag. Im Hauptausschuss, der am Montag, 30. Januar, stattfindet, soll dies näher erläutert werden. Man hoffe, jemanden für diese Aufgabe zu finden.

Haushaltsplanentwurf besprochen

Weil der Rat entsprechende Teile des Haushalts-Entwurfs für 2023 an die Fachausschüsse verwiesen hat, ging Agnes Goniwiecha zuvor noch Zahlen für folgende Produktbereiche durch: Nummer 5 für Soziale Leistungen, Nummer 7 für Gesundheitsdienste sowie 10 für Teile Bauen und Wohnen.

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