Im Wald am Drescheider Berg

Spaziergänger findet abgetrennten Kuhkopf - dann taucht weiteres Körperteil auf

Den  Kopf einer Kuh fand ein Spaziergänger im Wald.
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Den Kopf einer Kuh fand ein Spaziergänger im Wald.

[Update 17.46 Uhr] Nichts für schwache Nerven: Beim Spaziergang hat ein Altenaer einen abgetrennten Kuhkopf am Drescheider Berg gefunden. Später tauchte ein weiteres Teil einer Kuh auf. Der Fall gibt der Polizei Rätsel auf. Landwirte sind besorgt

Einen ordentlichen Schreck dürfte ein Mann (58) aus Altena am Samstag (14. November) bekommen haben: Er fand bei seinem Spaziergang rund einen Kilometer oberhalb des Hügelwegs und Drescheider Bergs einen abgetrennten Kuhkopf - und alarmierte daraufhin sofort die Polzei.

Die steht vor einem Rätsel. „Das ist völlig ungewöhnlich“, sagt Marcel Dilling, Sprecher der Kreispolizei, zu dem Fall. Der Kopf sei fachgerecht abgetrennt worden. Die Polizei rief die Feuerwehr hinzu, die den Kopf entsorgte.

Wer diesen aus welchem Grund dort abgelegt hat, ist bislang völlig unklar. Der Spaziergänger gab an, denselben Weg bereits am Donnerstagmittag (12. November) gegangen zu sein. Da habe der Kadaver dort noch nicht gelesen. Also muss ihn jemand zwischen dem 12. und 14. November dort hingelegt haben. Dafür spricht auch, dass er Kopf kaum Verwesungsspuren oder Bisse von Wildtieren aufwies.

Zeugen finden Rinderbein

Und nicht nur das: Am Sonntag (15. November) fand dann ein Spaziergänger ein weiteres Teil einer Kuh: Nur 400 Meter Luftlinie vom Fundort des Kopfes entfernt lag ein ebenfalls sauber abgetrenntes Rinderbein, sagt Dilling. Der Fundort liegt auch direkt an einem Waldweg zwischen Drescheider Berg und Waldemei.

Wieder rückte die Polizei aus, die Beamten entsorgten das Bein. Auffällig ist: Wie der Kopf stammt auch das Bein von einem schwarz-weiß gefleckten, vermutlich eher jungem Tier.

Keine Hinweise auf Tierbesitzer

Wem die Kuh gehört, ist völlig unklar. „Es gibt keine Hinweise auf den Besitzer“, sagt Polizeisprecher Dilling. „Am Ohr der Kuh war auch keine Marke zu finden, die auf ihren Herkunftsort hingedeutet hätte.“

Die Polizei ermittelt, unter anderem wegen Verstoßes gegen das Tierschutzgesetz oder Sachbeschädigung. Hinweise nimmt die Polizei in Altena unter 02352/91990 entgegen.

Landwirte sind entsetzt

Die heimischen Landwirte sind entsetzt. „Schweinerei“. Das war der erste Gedanke, der Regina Weustermann durch den Kopf schoss, als sie von dem Gruselfund hörte. „Das ist schon erschreckend. Wer macht denn sowas?“, fragt sich die Landwirtin aus Wiblingwerde.

Sie schaute sofort auf der Weide nach, ob ein Tier fehlt. Kollegen hätten es ebenso gemacht. Landwirt Dominick Hannuscke nennt es „barbarisch und makaber. Man muss sich schon fragen, wo wir eigentlich sind.“ Er ist fassungslos. „Wir halten alle die Augen offen“, sagt Regina Weustermann.

Zumal derzeit immer wieder Tiere von Weiden verschwänden, weiß Weustermann aus Gesprächen mit Kollegen. „Nun guckt man einmal mehr auf die Weide.“

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